Fußball-Landesliga: DSC 99 geht gegen Kapellen unter

Fußball-Landesliga: DSC 99 geht gegen Kapellen unter

Landesligist verliert mit 1:8. MSV kassiert nach Roter Karte das Tor zur 0:1-Niederlage gegen Remscheid.

Der DSC muss am 26. Spieltag eine äußerst schmerzhafte Niederlage in der Fußball-Landesliga hinnehmen. Das Team von Christian Scholz und Andreas Kober ließ sich vor heimischem Publikum vom SC Kapellen deklassieren und verlor mit 1:8.Dabei zeigten die Gästen den abstiegsbedrohten Derendorfern von Beginn an die Grenzen auf. Der erste Treffer für den favorisierten SC fiel bereits nach zwei Minuten, nachdem Lennart Ingmann einen langen Diagonalball geschickt über die Torlinie spitzeln konnte. Der ehemalige DSC-Akteur Marc Paul baute die Führung kurz darauf weiter aus. In der 20. Minute überwand er DSC-Kepper Laurin Beer mit einem Distanzschuss, in der 31. Minute platzierte er einen Schlenzer auf äußerst sehenswerte Weise im oberen Eck des DSC-Gehäuses. Damit war die Partie entschieden.

Problematisch war jedoch die phasenweise erschreckende Körpersprache, mit der sich das Team in der Folge präsentierte. Bei insgesamt schwacher Gegenwehr konnten die Gäste so mühelos noch weitere Treffer erzielen. Sowohl Nils Maker (64.), Dennis Schreuers (67.), Lennart Ingmann (70.), Maximilian Kuznik (74.) und Alexander Hauptmann (80.) trugen sich noch in die Torschützenliste ein. Einziger Lichtblick für den DSC war der Ehrentreffer, der dem eingewechselten Louis-Jacques Lendell in der 81. Minute gelang. Christian Scholz fiel es nach dem Abpfiff merklich schwer, die angemessenen Worte zu finden. „Es ist absolut inakzeptabel, wie wir uns über die gesamte Partie hinweg präsentiert haben“.

Der Negativtrend beim MSV ­Düsseldorf hält an: Im Kellerduell verlor das Team von Trainer Harald Becker beim FC Remscheid mit 0:1 (0:0). Doch es war weniger die Niederlage, als vielmehr der Umstand, wie sie zustande kam, die den Düsseldorfer Coach fassungslos zurückließ. Der Ersatzspieler Mohamed Bahuch beleidigte am Spielfeldrand den Schiedsrichter-Assistenten und sah hierfür folgerichtig die Rote Karte (61.). Der MSV durfte zwar den Regeln entsprechend mit elf Akteuren weiterspielen, doch der FC Remscheid bekam an der Stelle den Ball zugesprochen, an dem der Schiedsrichter Thomas Stappen die Partie unterbrochen hatte. Der abgefälschte Freistoß von Frederik Streit schlug schließlich zum Tor des Tages im Düsseldorfer Kasten ein (62.).

„Wir haben uns für die gute ­Arbeit nicht belohnt und selbst einen Nachteil beschert“, ärgerte sich Becker, der zugleich den Rauswurf Bahuchs ankündigte. „So ein ­Fehlverhalten habe ich auch noch nicht erlebt“, betonte der 51-Jährige, der sein Team ansonsten als ­überlegen wahrgenommen habe. Auch im Rückstand habe seine Mannschaft auf das 1:1 gedrückt. Durch die Niederlage rutschte der MSV in der Tabelle auf den drittletzten Platz ab.

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