Fußball Die SGU setzt auf ihre Heimstärke

Düsseldorf · Die Landesliga-Fußballer der SG Unterrath treffen am Wochenende auf das Spitzenteam Holzheimer SG. MSV Düsseldorf und Turu 80 müssen auswärts ran.

Unterraths Torjäger Zissis Alexandris (links, im Duell mit Daichi Yamamoto) ist wieder fit.

Unterraths Torjäger Zissis Alexandris (links, im Duell mit Daichi Yamamoto) ist wieder fit.

Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

SG Unterrath - Holzheimer SG (Sonntag, 15.30 Uhr) Es hat sich einiges getan bei der SG Unterrath, seitdem Yannick Meurer dort den Trainerstuhl besetzt. Zwei Spielzeiten lang war der Klub vom Franz-Rennefeld-Weg chronisch abstiegsgefährdet. Umso bemerkenswerter ist, welches neue Selbstverständnis der 36-Jährige dem Fußball-Landesligisten binnen weniger Wochen eingeimpft hat. Von Verunsicherung ist in Unterrath nichts mehr zu spüren, stattdessen werden dort nun wieder selbstbewusste Töne angeschlagen. „Wir wollen auch gegen Holzheim unsere Serie auf eigenem Platz fortsetzen. Diese Überzeugung dürfen wir auch haben“, sagt Meurer vor dem Heimspiel gegen die Holzheimer SG.

Zwar legte die HSG einen bemerkenswerten Saisonstart hin und kassierte erst am siebten Spieltag die erste Niederlage nach zuvor sechs Siegen am Stück. Doch derlei Statistiken bringen Meurer nicht aus der Ruhe. „Wenn es uns gelingt, der unangenehme Gegner zu sein, der wir sein wollen, dann können wir auch gegen diesen zugegeben starken Gegner bestehen“, so der Unterrather Coach.

Verzichten muss Meurer am Sonntag aus privaten Gründen auf Schlussmann Jawad Bouhraou und Innenverteidiger Daniel Becker (Muskelfaserriss). Zurück ins Team kehren dürfte hingegen wieder Torjäger Zissis Alexandris. Der Kapitän nahm am Donnerstag nach kurzer Verletzungspause erstmals wieder am Mannschaftstraining teil.

FC Remscheid - MSV Düsseldorf  (Sonntag, 15 Uhr) Beim MSV ist Giuseppe Montalto zunächst weiterhin „Trainer auf Abberufung“. Da sich der Klub offenbar einen weiteren Korb von einem Wunschkandidaten einholte, bleibt es dabei, dass Montalto den Oberliga-Absteiger interimsmäßig trainiert. So kommt der Italiener am Sonntag noch einmal in den Genuss, Platz auf einer der Trainerbänke im altehrwürdigen Röntgen-Stadion des FC Remscheid zu nehmen. „Da habe ich schon mit dem TV Kalkum-Wittlaer gespielt. Schön, dass es dieses Stadion immer noch gibt. Gerüchteweise sollte es ja schon 99 Mal abgerissen werden“, so der 52-Jährige. Montalto stellte sein Team in der Vorbereitung auf Sonntag auf einen großen Rasenplatz, für Landesligaverhältnisse viele Zuschauer und einen qualitativ guten Gegner ein. „Sie werden zu Hause versuchen, großen Druck zu entfachen“, so der Coach. Dass der MSV inzwischen in der Lage ist, solchem Druck Stand halten zu können, hat die seit fünf Pflichtspielen ungeschlagene Mannschaft in den letzten Wochen bewiesen. „Die Jungs sind gut drauf. Die Trainingswoche war sehr gut“, so Montalto.

Zwar fehlt auf Seiten der Elleraner weiterhin Gökan Lekesiz. Dafür drängt jedoch mit Ali Daour allmählich ein anderer Torjäger ins Team. Der im Sommer aus Baumberg gekommene 32-Jährige kam verletzungsbedingt bislang in dieser Saison in der Liga nur einmal als „Joker“ zum Einsatz.

1. FC Viersen - Turu 80 (Sonntag 15 Uhr) Beim Wort „Torjäger“ dürfte auch Francisco Carrasco hellhörig werden. Denn über einen solchen verfügt der Trainer momentan nicht. Zweifellos liegt es nicht nur an den Stürmern, dass die Oberbilker mit nur drei Punkten aus sieben Partien derzeit einen Abstiegsplatz belegen. Dass der Schuh aber im vorderen Bereich massiv drückt, wurde auch im letzten Heimspiel wieder deutlich. Während die mit 2:1 siegreichen Gäste des 1. FC Monheim im Torabschluss aus wenig viel machten, brachte die Turu trotz vieler guter Ansätze nicht mehr als einen Treffer zustande. Entweder geriet der Torschuss zu ungenau, war Björn Nowicki im FCM-Tor im Weg, stimmten die Laufwege nicht oder wirkte Sturmhühne Niclas Hoppe inmitten der agilen Flügelspieler in den entscheidenden Momenten nicht (gedanken-)schnell genug. In Viersen am Sonntag nimmt die Turu einen neuen Anlauf, um dieses Hauptmanko zu beheben.

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