Fußball Vier Spiele, vier Niederlagen

Düsseldorf · Das Düsseldorfer Quartett patzt in der Fußball-Landesliga geschlossen. Für Deniz Aktag war das 1:2 gegen Kapellen es die erste Pleite auf der Unterrather Trainerbank.

Unterraths Fabrizio Leone bei der Ballannahme, eng bewacht vom Kapellener Simon Sasse.

Unterraths Fabrizio Leone bei der Ballannahme, eng bewacht vom Kapellener Simon Sasse.

Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

Turu 80 – VfB 03 Hilden II 0:3 Francisco Carrasco ließ kein gutes Haar an der Leistung seiner Mannschaft. „Wenig Bewegung, wenige Torchancen – für mich war das heute ein typischer Sommerkick“, sagte der Trainer der Turu nach der Partie. Passend dazu präsentierte sich auch der an einigen Stellen mit Gänseblümchen bedeckte Rasen im Stadion an der Feuerbachstraße. Die Gäste aus Hilden machten in einer wenig unterhaltsamen Partie für sich jedoch das Beste aus den Begebenheiten und deckten die Mängel auf Seiten der Oberbilker auf. Vor allem dann, wenn die Hildener Außen Paul Hoffmeister und Daniel Ivezic das Tempo anzogen, bekam die Turu-Abwehr Probleme. Der Ex-Fortune Hoffmeister war von seinem jungen Gegenspieler Ryan Menougong im ersten Abschnitt meist nur durch Fouls zu bremsen.

Nach dem Seitenwechsel sorgte Hoffmeister mit seinem Doppelpack (47., 60.) dann für die Entscheidung. Sein Pendant auf links, Daniel Ivezic, markierte in der Schlussphase sogar noch das 0:3 (76.). Bitter für die Turu: Kapitän Lukas Reitz handelte sich die fünfte Gelbe Karte ein und fehlt somit im Auswärtsspiel bei Fortuna Dilkrath am Sonntag.

SG Unterrath – SC Kapellen 1:2 Die erste Niederlage auf der Trainerbank der SGU erlebte Deniz Aktag. „Nach zuvor vier Unentschieden in Folge zu verlieren, ist zwar nicht schön. Aber nun kommen für uns die vier Spiele hintereinander, die wir gewinnen müssen“, sagte er nach Spielschluss. Gegen überlegene Gäste hatte Antonio Marinovic zwischenzeitlich das 1:1 markiert, ehe Kapellens Torjäger Pablo Ramm den Ball zum 2:1-Endstand unhaltbar ins Unterrather Tor schweißte (66.). Für Ramm war es bereits der 29. Saisontreffer. Zum Vergleich dazu hat die gesamte SGU erst 39 Tore erzielt. Das Manko in der Offensive ist nach Ansicht von Aktag auch der Hauptgrund dafür, warum Unterrrath im Abstiegskampf steckt. „Wir kriegen teilweise keinen Pass über acht Meter an den Mann. Da muss man sich dann schon fragen, ob das für die Landesliga reicht“, so der 43-Jährige.

SC West – Victoria Mennrath 3:4 Kein Landesliga-Format besitzt der designierte Absteiger SCW. Zwar trug die Elf von Günter Abel gegen Mennrath mit einer guten Einstellung und einigen gelungenen Offensivaktionen zu einer kurzweiligen Partie bei. Doch zur Wahrheit gehört eben auch, dass die Elf von der Schorlemer Straße den Gegner wieder einmal zum Toreschießen einlud. „Die Jungs haben ein gutes Spiel gemacht. Dass wir diese Partie verlieren, haben wir uns ganz alleine selbst zuzuschreiben“, konstatierte Abel. Schon nach zwei Minuten klingelte es nach einem Ballverlust im eigenen Strafraum erstmals im Tor der Gastgeber. Es folgten zwei sehenswerte Treffer von Diyar Turan (9., 37.), ein Eigentor von Vitaliy Golik zum 2:2 (57.) und die erneute Führung durch Yuta Sakamaki nach Vorarbeit von Martin Wagner (59.). Im Anschluss verpasste Sakamaki das 4:2. Stattdessen gelang den Gästen im Gegenzug der Ausgleich (69.). Beim entscheidenden Tor zum 3:4 sah Wests Torhüter Soichiro Goto bei einem Schuss aus über 30 Metern Entfernungnicht gut aus.

DV Solingen – MSV Düsseldorf 6:0 Dem SCWest in die Bezirksliga folgen wird mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit der MSV, der sich bei der 0:6-Pleite bei DV Solingen schon wie ein Absteiger präsentierte. „Wir planen jetzt für die Bezirksliga. Mit dieser Einstellung haben wir in der Landesliga auch nichts verloren“, stellte Trainer Mo Rifi unumwunden fest. In den Augen des 41-Jährigen hatte sein Team sogar noch Glück im Unglück. „Wir konnten froh sein, dass Solingen nur mit halber Lunge gespielt hat. Sonst hätten sie uns noch fünf bis sechs Tore mehr eingeschenkt.“

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