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Fußball-Bezirksliga: Moritz Steiner ist zufrieden im Hier und Jetzt​

Angreifer vom DSC 99 : Moritz Steiner ist zufrieden im Hier und Jetzt

Früher spielte Moritz Steiner mit den beiden Ex-Nationalspielern Lars und Sven Bender zusammen. Heute ist der 34-Jährige in der Fußball-Bezirksliga beim DSC 99 aktiv – und fühlt sich beim „Club“ pudelwohl.

Die Bezirksligaspieler des DSC 99 haben den Spaß am Fußball wiedergefunden. Das belegt auch die Tabelle, die den „Club“ aktuell als drittbeste Rückrundenmannschaft in der Gruppe eins ausweist.

Für Moritz Steiner ist der Aufschwung an der Windscheidstraße nach einer langen sportlichen Durststrecke eng mit Sascha Walbröhl verbunden. „Die Professionalität, mit der er diese Aufgabe angeht, ist der Wahnsinn. Das hat nichts mit Bezirksliga zu tun. Ich verstehe gar nicht, warum er in dieser Spielklasse Trainer ist. Sascha könnte locker ein, zwei, vielleicht sogar drei Spielklassen höher trainieren“, sagt der 34-Jährige über seinen Coach.

Solche Sätze wiederum könnte man mit Fug und Recht auch über Moritz Steiner selbst fallen lassen. In der Jugend bei 1860 München unter anderem Seite an Seite mit den Bender-Zwillingen Lars und Sven ausgebildet, schaffte es der Angreifer im Seniorenbereich ebenfalls in den höherklassigen Amateurbereich. Vom damaligen Bayernligisten TSV Rain kommend zog es Steiner im Jahr 2010 aus Studiengründen an den Niederrhein, wo er seine Zelte zunächst beim KFC Uerdingen aufschlug.

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Über die Stationen VfR Fischeln und Union Nettetal führte Steiners Weg vor zwei Jahres schließlich dank Co-Trainer Christian Scholz zum DSC 99. „Ihn kannte ich noch aus Uerdingen Zeiten. Und da ich zu dieser Zeit fußläufig zur Anlage gewohnt habe, lag es nahe, mit dem DSC anzuschließen.“ Bereut hat Steiner diesen Schritt bis heute nicht, auch wenn er sich im DSC-Trikot in seiner Anfangszeit beinahe an das Verlieren gewöhnen musste. „Das Gesamtpaket stimmt hier einfach für mich. Ich habe ein gutes Verhältnis zum Vorstand, wir haben eine intakte Mannschaft ohne Querulanten und ich kann hier das machen, was ein Stürmer am liebsten macht“, erklärt Steiner.

Für wahr hat es dem Verein an Toren von Moritz Steiner bislang nie gemangelt. Auch in dieser Saison steht der Routinier schon bei acht Treffern, obwohl er bislang nur 13 Partien bestreiten konnte. Moritz Steiner ist zufrieden im Hier und Jetzt. Dass sich frühere Teamkollegen wie die Bender-Zwillinge, Christian Träsch oder Julian Baumgartlinger im Gegensatz zu ihm zu Bundesliga- und Nationalspielern entwickelt haben, kann der Wirtschaftsingenieur inzwischen gut einordnen. „Mit dem Kopf von heute hätte ich es glaube ich auch schaffen können. Damals war ich aber nicht so weit. Es hat neben etwas Glück dann vielleicht auch an den letzten Prozentpunkten Willen gefehlt“, sagt Steiner mit einem Schuss Selbstkritik.

Seine sportlichen Ziele sind inzwischen andere. „Wir haben am Sonntag gegen den TV Kalkum-Wittlaer ein Endspiel vor der Brust, wenn wir weiter im Rennen um den Klassenerhalt bleiben wollen“, betont der Rechtsfuß. Ob er auch im Falle eines Abstiegs über den Sommer hinaus das DSC-Trikot tragen wird, lässt der Offensivmann noch offen. Die Chancen stehen aber nicht schlecht. „Ich möchte die Karriere ungern mit einem Abstieg beenden. Und den DSC 99 mit dann 35 Jahren noch einmal zurück in die Bezirksliga zu schießen, hätte auch seinen Reiz“, sagt Steiner mit einem Schmunzeln.