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Fortuna blamiert sich beim Schlusslicht

Handball : Fortuna blamiert sich beim Schlusslicht

Der Drittligist fällt nach dem 17:23 beim bis dahin sieglosen Letzten auf einen Abstiegsplatz.

Ausgerechnet beim Tabellenletzten TVE Nephten, der bis dahin sieglos war, kassierten die Drittliga-Handballerinnen der Fortuna eine 17:23-Niederlage und gehen auf einem Abstiegsplatz in die Weihnachtspause. Dabei sahen sie nach 20 Minuten mit einer 10:3-Führung im Rücken bereits wie der sichere Sieger aus. Was danach kam, war jedoch ein kollektiver Blackout im Angriff.

Plötzlich wurde nur noch quer gespielt und nicht mehr der Weg zum Tor gesucht. Die Folge waren lediglich sieben Treffer in den verbleibenden 40 Minuten. Die Siegerländerinnen hingegen nutzten ihre Chancen konsequent, verkürzten bis zur Pause auf 8:10 und hatten spätestens in der 42. Minute mit 15:11 die Partie gekippt. Entsprechend enttäuscht war Co-Trainer Klaus Allnoch: „Wir haben 20 Minuten richtig gut gespielt und kassieren dann eine ganz bittere Niederlage gegen eine Mannschaft, die man schlagen kann. Diese Erkenntnis ist jedoch auch das Positive an diesem Ergebnis. Wir brauchen die Köpfe nicht hängen lassen, sondern haben in der Rückrunde eine neue Chance.“

Auch Oberligist TV Angermund stand nach einer guten ersten Halbzeit (15:11) bei Unitas Haan am Ende mit leeren Händen da und verlor glatt mit 23:29. Im ersten Durchgang hatte sich der TVA konsequent an seine taktische Linie gehalten, sich im Angriff mit viel Bewegung gute Möglichkeiten erspielt und in der Deckung ordentlich gestanden. Innerhalb von acht Minuten nach dem Wiederanpfiff drehte Haan dann jedoch mit fünf Treffern in Folge die Begegnung und ging zum ersten Mal in Führung (16:15). „Haan hat nach der Pause nichts an seiner Spielweise geändert. Vielmehr haben wir die DJK zurück ins Spiel geholt, weil wir das Tempo rausgenommen und viel zu statisch agiert haben. So haben wir es Haan leicht gemacht das Spiel zu gewinnen und uns letztendlich selbst geschlagen“, ärgerte sich TVA-Trainer Eric Busch über zwei verschenkte Punkte, die die abstiegsbedrohten Angermunder dringend gebraucht hätten.

Frühzeitig eine klare Sache war hingegen in der Landesliga der Vergleich der DJK VfR Mülheim Saarn mit der HSG Gerresheim. Bereits nach 13 Minuten lagen die Gerresheimer mit 3:9 hinten und unterlagen am Ende dem Tabellennachbarn mit 24:31. Nach dem frühen klaren Rückstand hatte HSG-Trainer Bernd Kretzer eine Auszeit genommen und die Mannschaft neu eingestellt. Wirkung zeigte dies jedoch nicht, so dass es bis zur Pause bei einem Sechs-Tore-Rückstand (11:17) blieb. Auch nach dem Seitenwechsel kamen die Gerresheimer nie näher als fünf Tore heran, obwohl sie versuchten, mit einer Deckungsstellung der Partie noch eine Wende zu geben. „Unsere Abwehr war heute nicht so aggressiv und gut wie in den vergangenen Wochen. Deshalb sind wir nicht ins Tempospiel gekommen und haben zudem vorne viele Fehler gemacht. Von daher war die Niederlage verdient“, sagte Kretzer selbstkritisch.