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Football: Fire - genug Pleiten für 100 Jahre

Football : Fire - genug Pleiten für 100 Jahre

Mit dem Heimspiel gegen die Hamburg Sea Devils endet morgen (18 Uhr, LTU-Arena) für Rhein Fire die 13. Football-Spielzeit seit dem Einstieg der Düsseldorfer im Jahr 1995. Es war ein sportlich mageres Jahr, das nun noch ein halbwegs positives Ende nehmen könnte.

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p class="text">Ein Abschied ist oft umrahmt von einem Rück- und Ausblick. Genau so stellt sich die aktuelle Situation für die Football-Profis von Rhein Fire in der National Football League (NFL) Europa dar. Die Gegenwart für Fire ist der Saisonausklang mit dem Heimtreffen am Samstag um 18 Uhr in der LTU-Arena gegen die Hamburg Sea Devils. Mit dem dritten Sieg in Folge könnten die Düsseldorfer ihre Bilanz noch zum 5:5 ausgleichen und einer ganz und gar nicht optimal verlaufenen Meisterschaft zumindest noch einen befriedigenden Abschluss verleihen. Auch Headcoach Rick Lantz würde mit einem solchen Abschied zufrieden sein: "Dann ist es unterm Strich ein gutes Jahr für uns gewesen."

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p class="text">Die Mannschaft würde sich auch selbst belohnen, meint der 69-jährige Trainer kurz vor dem Ende seiner ersten Fire-Saison. Und zwar für ihren Einsatzwillen und ihre harte Arbeit in jeder Begegnung. "Wir waren in diesem Jahr sicherlich keine Trainings-Weltmeister, aber in den Spielen war das Team besser und ging immer hart zur Sache. Darum hatten wir auch in jeder Partie unsere Siegchance." Nur bei den Sea Devils in Hamburg nicht. Da gab's beim 9:34 die bislang höchste Niederlage 2007.

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p class="text">Dabei hatten die Rheinländer im dritten Viertel noch auf 9:17 verkürzt, brachen dann jedoch noch ein - zweifellos auch wegen der verletzungsbedingten Ausfälle von Kicker Connor Hughes und Defense End Ryan Hoffman. "Die Hamburger waren das einzige Team, das uns richtig geschlagen hat", bemerkt Lantz. Darum sei er nach diesem Match mit seiner Mannschaft überhaupt nicht zufrieden gewesen. Dass die Norddeutschen mit ziemlicher Sicherheit am 23. Juni in Frankfurt im Finale um den World Bowl kämpfen werden, überrascht den Coach daher nicht. Denn Hamburg verfüge in diesem Jahr in der Liga wohl über die stärkste Truppe, und zwar sowohl in der Offensive als auch in der Defensive.

Viel Glück gebracht hat diese Saison - es war die 13. seit dem Start 1995 - dem Fire-Team nicht gerade. Darum wird sie morgen auch ohne jede Trauer zu Grabe getragen. Und für die 14. im Jahr 2008 werden gleich 14 Schornsteinfeger als Glücksbringer aufgeboten. Auch Trainer Latz blickt zuversichtlich nach vorn. Er will mit Fire in den World Bowl einziehen, und er weiß, dass dies "nur mit Taten und nicht mit Worten" geschehen kann. Mit einem Schmunzeln leistet er sich dann aber doch ein großes Wort: "Zwei Heimspiele in einer Saison werden wir in den nächsten 100 Jahren nicht mehr verlieren."

(RP)