Felix Leuer: Ein Düsseldorfer ist neuer Sportdirektor beim Basketball-Bund

Der Rechtsanwalt Felix Leuer : Ein Düsseldorfer ist neuer Sportdirektor beim Basketball-Bund

Felix Leuer ist von Haus aus Rechtsanwalt. Seit einigen Wochen zieht er jedoch beim DBB die Fäden und hat große Ziele.

Seine Leidenschaft mit dem Beruf zu kombinieren – das schaffen nicht viele. Felix Leuer ist das gelungen: Seit Anfang Oktober ist der 36-Jährige, der bei der TG 81 Basketball spielt, neuer Sportdirektor des Deutschen Basketball-Bundes (DBB). „Die Arbeit macht mir sehr viel Spaß und ist genau das, was ich mir erhofft habe“, sagt der zuvor als Rechtsanwalt tätige Düsseldorfer.

Ein ehemaliger Kommilitone hatte die Stellenausschreibung des DBB Ende April zuerst gesehen und an Leuer geschickt. Der Düsseldorfer wurde zeitnah eingeladen. „Das war ein echt gutes Gespräch, unter anderem war der DBB-Präsident Ingo Weiss dabei. Wir alle hatten ein sehr gutes Gefühl. Die Entscheidung fiel recht flott“, sagt Leuer. Einen besonderen Pluspunkt konnte er mit seinem im Februar errungenen Master in Sportrecht sammeln.

Über die Entscheidung, den 36-Jährigen als neuen Sportdirektor zu verpflichten, äußerte sich DBB-Vizepräsident Armin Andres auf der Verbandshomepage: „Felix Leuer kommt aus dem Basketball, und seine Begeisterung für unseren Sport ist unverkennbar. Mit seiner sportlichen Kompetenz wird er sich intensiv um die Konzeption und Organisation im Leistungssport kümmern und unsere Nationalmannschaften und die Athletinnen und Athleten auf ihrem Weg sehr eng begleiten. Zusätzlich wird Felix Leuer die gute Zusammenarbeit mit den Bundesligen fortsetzen, und durch seine juristische Ausbildung ist er prädestiniert für die vielschichtige Arbeit mit dem Deutschen Olympischen Sportbund, unseren Zuwendungsgebern, den Landesverbänden und weiteren wichtigen Institutionen.“

Was heißt das im Klartext? „Zu Beginn habe ich viele Telefonate geführt und Antrittsbesuche gemacht. Ich bin zu den Vereinen der Herren-Bundesliga gefahren und bin mit den Geschäftsführern ins Gespräch gekommen“, erzählt Leuer. Mitte November besuchte er den Bundesligisten Rasta Vechta.

Für das „Drumherum“ wird er dann auch verantwortlich sein. „Wir organisieren sämtliche Maßnahmen für den Leistungsbereich, sprich ab U16 bis zu den A-Teams. Bei einem Länderspiel sieht es dann so aus: Der Bundestrainer nennt die Nominierten, wir schicken Einladungen heraus, organisieren Transport aller Spieler und das Hotel“, berichtet der Düsseldorfer.

Vor einem Problem wird er im Februar vermutlich aber stehen: Aufgrund der hohen Belastungen durch die EuroLeague werden die Topvereine wohl nur zähneknirschend ihre Nationalspieler abstellen wollen. „Für uns ist es aber wichtig, dass das Team früh zusammenkommt, gerade im Hinblick auf die Olympia-Qualifikation im Juni und die EM 2021, für die wir als Mitausrichter bereits qualifiziert sind“, erklärt Leuer. Bei solchen Interessen- und Terminkollisionen ist Diplomatie gefragt. „Das ist der große Unterschied zu meiner vorherigen Arbeit: Als Rechtsanwalt machst du im Interesse des Mandanten fast alles. Hier als Sportdirektor klopfe ich die verschiedenen Interessen von Verband und Vereinen ab, bin diplomatisch und suche nach Lösungen, die für beide Seiten zufriedenstellend sind“, sagt der 36-Jährige.

Seit zehn Wochen ist Leuer nun im Amt, und kein Tag war wie der andere. „Es gibt immer andere Herausforderungen, immer andere Aufgaben. Ich lerne jeden Tag Neues, bekomme viel Input, habe so viele neue Personen kennengelernt“, berichtet er. Letztlich haben alle ein gemeinsames Ziel: „Wir wollen den Basketballsport in Deutschland voranbringen, neue Mitglieder gewinnen und schon die Grundschüler für den Sport begeistern. Die A-Nationalteams sind dabei die Zugpferde. Wenn sie erfolgreich sind, können sie einen Boom auslösen“, sagt der Sportdirektor.

Info zu Felix Leuer Studium der Rechtswissenschaften in Münster (2003-2009), Zweites Staatsexamen seit 2011, seitdem als Rechtsanwalt mit der Spezialisierung Hotelrecht und Sportrecht tätig, Weiterbildung bis Februar 2019: „Master of Laws Sportrecht“ (Uni Gießen/Sporthochschule Köln).