FC Büderich: Aufbruchstimmung am Eisenbrand

Fußball : Aufbruchstimmung am Eisenbrand

Mit Trainer Denis Hauswald sind eine Reihe ehemaliger Büdericher zum FCB zurückgekehrt. Vor allem der Sturm mit Kevin Dauser und Fabian Gombarek hat enorme Strahlkraft.

Die Konkurrenz in der Bezirksliga begegnet dem FC Büderich schon vor dem ersten Spieltag mit großem Respekt. Die Schwarz-Blauen haben in den vergangenen beiden Spielzeiten zwar gegen den Abstieg gespielt, doch nun hat so mancher Trainer den FCB sogar als Aufstiegskandidaten auf der Liste. Zu tun hat das alles mit dem neuen Coach am Eisenbrand: Denis Hauswald hat das Ruder übernommen und mit seinem Ehrgeiz und seinen Ansprüchen für Aufbruchstimmung gesorgt. Mit dem „Neuen“ an der Seitenlinie sind eine ganze Reihe ehemaliger Büdericher an ihre alte Wirkungsstätte zurückgekehrt. Allen voran Kevin Dauser, der zuletzt in der Oberliga für den TSV Meerbusch kickte. Gemeinsam mit Rückkehrer Fabian Gombarek bildet er einen starken Angriff.

Hauswald hat seine Aktivenkarriere im vergangenen Jahr beendet, um sich ganz auf seinen Job als Trainer zu konzentrieren. Der 29-jährige frühere Stürmer, der in Büderich groß wurde und unter anderem beim VfB Hilden in der Oberliga kickte, fing bei seinem ersten Engagement als Coach Feuer. In seiner Zeit als Stürmer des FCB führte er die A-Jugend des FCB in die Niederrheinliga und bewies sein Talent. Konsequent gíng er seinen Weg an der Seitenlinie weiter, wechselte als Co-Trainer zur ersten Mannschaft des FC Monheim, um bei den Senioren Erfahrungen zu sammeln. „Das war eine tolle Zeit, da habe ich viel gelernt“, sagt er heute. Nun kehrt er zu seinem Heimatverein zurück und will sich bei seiner ersten Stelle als Chefcoach einer Seniorenmannschaft beweisen.

Wie ernst Hauswald seinen Job nimmt, das zeigt die Tatsache, dass er alles andere hinten anstellt, unter anderem auf seinen Sommerurlaub verzichtet. Fünf- bis sechsmal in der Woche geht er mit seiner Mannschaft während der Sommerferien zum Training auf den Platz. „Da bleibt keine Zeit für Urlaub“, sagt Hauswald. „Die Mannschaft und die Saisonvorbereitung gehen vor.“ Wunderdinge erwartet er von seiner Mannschaft indes nicht. Man könne nicht von jetzt auf gleich aus einem Abstiegs- einen Aufstiegskandidaten machen. „Das ist eine längerfristige Sache. Wir wollen in erster Linie nichts mit dem Abstieg zu tun haben und so früh wie möglich die Punkte sammeln, die zum Klassenerhalt reichen.“ Langfristig wolle der Verein auch mal wieder eine Liga höher spielen, sagt der Trainerneuling. „In dieser Saison werden wir aber nicht oben mitspielen können, dafür fehlt uns die Klasse von Teams wie Unterrath und Reusrath, die meine absoluten Favoriten sind.“ Mit der Zusammenstellung der Mannschaft ist Hauswald glücklich. „Wir haben alle Spieler bekommen, die wir haben wollten“, sagt er. „Wir haben eine gute Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern und mit etwa 24 Jahren einen idealen Altersdurchschnitt.“ Ältester Akteur ist mit 31 Jahren Kevin Dauser. Die große Stärke der Mannschaft ist laut Hauswald der Zusammenhalt im Team. „Dadurch, dass wir einige Ehemalige gewinnen konnten, ist die Identifikation mit dem FC Büderich sehr groß“, sagt der Coach. Sowohl Kevin Dauser als unter anderem auch Kevin Völler, Sebastian Siebenbach, Christian Barfs und Fabian Gombarek haben bereits früher schon einmal in Büderich gekickt.

Der Start in die Vorbereitung ist den Büderichern bereits geglückt. Gegen den Landesligisten Duisburger SV gewannen sie ihren ersten Test mit 3:1, den B-Ligisten CfR Links bezwangen sie 11:1. Und am Samstag erreichten sie ein 0:0 gegen den Landesligisten Rather SV.

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