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Falsch-positiver Corona-Test vor Match von Borussia Düsseldorf

Corona-Wirbel beim Tischtennis : Falsch-positiver Test vor Match von Borussia Düsseldorf

Ersatzgeschwächt durch Corona-Quarantäne verliert das Bundesliga-Team von Borussia Düsseldorf die Tischtennis-Partie in Bergneustadt. Auch beim Gegner sollte eigentlich ein Top-Spieler fehlen – doch sein Test stellte sich als falsch-positiv heraus.

Die gute Nachricht vorneweg: Außer bei Anton Källberg wurde bei den Borussen nach dem erfolgreich gestalteten Tischtennis-Champions League-Viertelfinalhinspiel in Polen kein weiterer Corona-Fall diagnostiziert. Das zog aber die schlechte Nachricht nach sich, denn der amtierende deutsche Meister musste mit nur zwei fitten Profis und dem erneut als Spieler reaktivierten Cheftrainer Danny Heister die Bundesliga-Begegnung beim TTC Schwalbe Bergneustadt bestreiten. „Die „Two and a half men“-Truppe kassierte eine Niederlage gegen die in Bestbesetzung angetretenen Oberbergischen. Das 1:3 war die erste Niederlage der Düsseldorfer Plastikballkünstler in der laufenden Bundesliga-Saison. Trotzdem behalten die Borussen mit jetzt 22:2 Punkten die Tabellenführung. „Wir sind ohne unsere beiden zuverlässigen Top-Leute angetreten, das verkraftet kein Team. Wir wussten vorher, dass wir nur eine geringe Chance haben“, meint Borussia-Manager Andreas Preuß. „Gut, dass wir uns in der Liga einen Vorsprung erspielt haben. Davon profitieren wir jetzt.“

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Ohne Timo Boll (Bauchmuskel-Verletzung), Anton Källberg (Corona-Quarantäne) und Sharat Kamal Achanta (in Indien) war der Tabellenführer beim Siebten nicht mehr haushoch favorisiert. Auch, weil Bergneustadts Benedikt Duda nach einem falsch-positiven Corona-Test sich mit einem zweiten negativen PCR-Test die Spielerlaubnis zurückholen konnten. „Es war ziemlich bitter, eine solche Nachricht zu bekommen! Ich war total überrascht über das Ergebnis, weil ich mich super fit gefühlt hatte“, erklärte Duda. „Gut, dass ich dann doch negativ getestet wurde und in der Bundesliga antreten konnte.“

Und das machte der amtierende deutsche Einzelmeister zum Leidwesen der Borussen richtig gut, denn der 27-Jährige machte zwei der drei TTC-Punkte und sicherte den „Schwalben“ zwei wichtige und zu Saisonbeginn wohl nicht einkalkulierte Punkte im Kampf um die Playoff-Teilnahme.

Der Trainer musste nach seinem Spiel-Einsatz gegen Fulda zum zweiten Mal in der Saison als Mann mit direktem Kontakt am Tisch ran. Dabei überraschte der 50-Jährige zumindest einen Satz lang. Gegen Duda war der spielende Trainer agil, beweglich und richtig aggressiv. Heister erspielte sich sogar einen Satzball, vergab den aber und unterlag am Ende deutlich. Auch weil sich der Frust über einige aberkannte Aufschläge breit machte.

Kristian Karlsson, als Spitzenspieler aufgeboten, sollte die Auftaktniederlage des Trainers egalisieren. Doch gegen den Ecuadorianer Alberto Mino agierte Karlsson viel zu wechselhaft. Weltklasseschläge folgten einfache Fehler. Und weil Mino auch über seiner eigentlichen Leistungsgrenze agierte, summierten sich zu viele Dinge gegen den Düsseldorfer. Auch Karlssons Partie gegen Duda lief nach dem gleichen Schema ab. Ein ums andere Mal blickte Düsseldorfs Doppelweltmeister verdutzt in die Runde, weil ihm wieder eine „Elfmeter“ zu lang geraten war.

So war einzig der deutsche Nationalspieler Dang Qiu dazu in der Lage, seinen Bergneustadt-Kontrahenten Alvaro Robles zu bewzingen. Damit nahm Qiu Revanche für seine Hinspiel-Niederlage gegen Robles.