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Enttäuschung über eine Saison ohne Titel

Tischtennis : Enttäuschung über eine Saison ohne Titel

Borussia erreichte die Halbfinals in Meisterschaft, Pokal und Champions League, doch der große Wurf blieb aus. Sie hätten besser gespielt als in der Vorsaison“, sagt Manager Andreas Preuß. „Wir haben jeweils die Halbfinals in Meisterschaft, Pokal und Champions League erreicht und eine solide Saison gespielt. Unterm Strich aber können wir nicht zufrieden sein. Bei der Borussia wollen wir Titel gewinnen.“

Der Frust ist noch nicht verflogen. Dass die Borussia das Halbfinale in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) nach 2:0 Führung noch mit 2:3 gegen die TTF Liebherr Ochsenhausen verloren hat, nagt in Bewusstsein und Unterbewusstsein. Für die Borussen ist die Saison beendet, da die Champions League abgesagt, der Pokal bereits im Januar entschieden wurde und sich der 1.FC Saarbrücken am vergangenen Wochenende erstmals zum Meister krönte. „Wir standen drei Sekunden vor dem 3:0 über Ochsenhausen. Dann den Sack nicht zuzumachen, macht die ganze Sache nicht leichter“, gesteht Borussia-Manager Andreas Preuß. „Wir treffen uns in zwei Wochen mit der ganzen Mannschaft und werden auch darüber sprechen.“

Wie auch in der Saison 2018/19 gibt es für die mit 71 Titeln erfolgsverwöhnten Tischtennisspieler vom Staufenplatz auch dieses Jahr nichts Zählbares. „Wir waren über die Saison betrachtet nicht schlecht. Wir haben besser gespielt als in der Vorsaison. Wir haben jeweils die Halbfinals in Meisterschaft, Pokal und Champions League erreicht und eine solide Saison gespielt“, analysierte Preuß. „Unterm Strich aber können wir nicht zufrieden sein. Bei der Borussia wollen wir Titel gewinnen.“

Warum es diesmal nicht gereicht hat, hat Preuß bereits eruiert. „Kristian Karlsson hat die ganze Saison über mit Verletzungen zu tun gehabt“, erläutert der Manager. „Zuerst knickte er um, holte sich einen Bänderriss. Dann laboriert er mit einer Verletzung am Ellenbogen herum. Er wird in dieser Woche daraufhin noch mal untersucht.“ Karlssons schwedischer Landsmann Anton Källberg steht sich manchmal noch selber im Weg. „Er hat spielerisch so viele Möglichkeiten und wählt manchmal noch die falsche“, so Preuß.

Nationalspieler Ricardo Walther, hatte bis November Probleme, sich an die Borussia zu gewöhnen. Dann aber platzte der Knoten und der 28-Jährige verlor von seinen zwölf TTBL-Matches nur noch eines. Walthers Aufschwung verlief parallel zu Borussias Leistungsvermögen.

Und dann kam Corona und ­unterbrach die Siegesserie des Rekordmeisters abrupt. Im TTBL-Halbfinale war Weltstar Timo Boll nicht ganz fit, der Rücken machte mal wieder Probleme. Walter konnte wegen einer Schulterverletzung gar nicht eingesetzt werden. „Eine Viertelstunde vor dem ersten Aufschlag war nicht klar, ob Timo an eins oder an drei spielt“, offenbart Preuß. „gegen Hugo Calderano konnte Timo keinen Ball mehr umlaufen und verlor.“

So kamen viele kleine Puzzlestücke zusammen, die der Borussia einen weiteren Titel verwehrten. Gejammert wird bei der Borussia jedoch nicht. Vielmehr ist eine deutliche Kampfbereitschaft und Trotzphase ersichtlich. Das Team für die kommende Saison steht. An Bord sind bis auf Omar Assar alle Spieler, die auch 2019/20 im Kader standen. Ergänzungen wird es nicht geben. „Ich habe gefühlt mit der ganzen Tischtenniswelt telefoniert. Darunter auch mit Koreanern, Chinesen, Amerikanern. Mit einigen war ich schon weit, aber dann hat man ihnen woanders mehr Geld geboten oder sie waren nicht bereit in Düsseldorf zu wohnen“, gibt Preuß preis. „Aber unsere Philosophie beinhaltet, dass unsere Spieler auch in Düsseldorf wohnen.“ Klar ist, alle Borussen wollen es nächstes Jahe besser machen. Alle wollen es besser machen“, konstatiert Preuß. „Aber es wird nicht leichter, Titel zu holen. Ochsenhausen und Saarbrücken werden weiterhin unser Hauptkonkurrenten sein.“