Kanu : „Eine echte Überraschung“

Herr Mattern, Ihre Kanuten Miriam Frenken, Tobias Korfmacher, Celin Langer und Denis Kusnezow fahren mit der Nationalmannschaft zum Marathon-Weltcup (9.-10. Juni) nach Dänemark. Überrascht Sie das?

Mattern Zur Deutschen Meisterschaft nach Rheine sind wir einfach nur so hingefahren. Auf die langen Strecken haben wir vom WSV Rheintreue uns gar nicht speziell vorbereitet. Dass Miriam über 26 Kilometer, die Junioren Tobias und Celin über 21 km Meister geworden sind und Denis über 31 km die Silbermedaille geholt hat, war eine echte Überraschung. Damit haben sie sich für den Weltcup qualifiziert.

Haben Sie das Trainingsprogramm denn zur Vorbereitung auf Dänemark umgestellt?

Mattern Nein. Die Belastungen bei den langen Strecken sind zwar andere als im Kanu-Rennsport, wo es in den olympischen Disziplinen maximal über 1000 Meter geht, aber bei der DM hat es ja auch geklappt. Am Donnerstag fahren wir nach Dänemark und nehmen mit, was wir kriegen können.

Der Weltcup ist die Qualifikation zur Marathon-WM vom 8. bis 9. September in Ungarn. Das große Ziel?

Mattern Unser Ziel war eigentlich, Miriam in die deutsche Mannschaft für die Kanu-Rennsport-WM, die dieses Jahr auf der Wedau stattfindet, zu bringen. Aber das ist in die Hose gegangen. Wenn sich jemand aus unserem Quartett für die Marathon-WM qualifiziert, nehmen wir das gern mit. Dafür gibt es eine Formel: Wenn man einen gewissen Prozentsatz hinter der Siegerzeit ins Ziel kommt, ist man in Györ dabei. Aber wer gewinnt, braucht nicht zu rechnen…

Tino Hermanns führte das Gespräch.

(RP)
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