Düsseldorfer FFC-Fußballerinnen holen Ex-Nationalspieler als Trainer

Fußballerinnen peilen Aufstieg in die Landesliga an: Früherer griechischer Nationalspieler trainiert den 1. FFC

Der frühere griechische Nationalspieler Nikos Kyzeridis hat als neuer Trainer große Pläne mit dem Klub, in dem ausschließlich Mädchen und Frauen spielen.

Die Glanzzeiten im Frauenfußball in Düsseldorf liegen einige Jahre zurück. Nun ist auch der ranghöchste Verein CfR Links nach nur einer enttäuschend verlaufenden Saison als Neuling aus der Regionalliga wieder in die Niederrheinliga abgestiegen. In der Landesliga überstand Aufsteiger DSC 99 auch nur eine Spielzeit, bevor es wieder zurück in die Bezirksliga ging. Einziger Verein aus der Landeshauptstadt in der Landesliga ist jetzt noch Tusa 06.

Damit sich dies wieder ändert, hat sich der bisherige Bezirksligist 1. FFC Düsseldorf für die kommende Saison mit der Rückkehr in die Landesliga ein klares Ziel gesteckt. Der letztjährige Fünfte der Bezirksliga wurde im Jahr 2003 als erster und bislang einziger Düsseldorfer Verein, in dem ausschließlich Mädchen und Frauen Fußball spielen, gegründet. Nach der Saison 07/08 gelang der Aufstieg von der Kreisliga in die Bezirksliga. Und nun soll es noch eine Klasse höher gehen.

Damit dies auch glückt, hat es beim 1. FFC erst einmal einen Trainerwechsel gegeben. Für Hans-Jürgen Marx rückt jetzt im 47-jährigen Nikos Kyzeridis ein ehemaliger Fußballspieler aus Griechenland an die erste Stelle des Trainerstabs. Der Mittelfeldspieler früherer Jahre war viele Jahre in der ersten Liga seines Heimatlandes aktiv. So spielte er für die Mannschaft von Aris Thessaloniki, mit der er auch in Begegnungen des Uefa-Cups und im Endspiel des griechischen Pokals auflief. Sogar auf einen Länderspiel-Einsatz (gegen Rumänien) kann der heutige Uefa-A-Lizenzinhaber zurückblicken.

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Heute hat Nikos Kyzeridis eine Fußballschule und widmet sich auf der Sportanlage am Ammerweg in Unterrath insbesondere um junge Fußballer. „Ich will jungen Spielern helfen, einen großen Schritt in ihre Karriere zu machen“, erklärt er.

In der Vereinsführung um die Vorsitzende und DFB-Ehrenamts-Preisträgerin Elke Merks verspricht man sich sehr viel vom neuen Trainer, vergisst aber auch nicht, dass der Erfolg in der Bezirksliga kein Selbstläufer wird. „In der vorigen Spielzeit haben wir manche deftige Niederlage bekommen, weil die Mannschaft nicht vollzählig war. Das darf im Kampf um die Meisterschaft in der nächsten Saison nicht vorkommen“, sagen die Verantwortlichen des 1. FFC. Als Hauptkonkurrent um Platz eins erwartet man Sportring Eller, Absteiger DSC 99, Sportring Solingen und den Neuling TSV Urdenbach.

Drei Zugänge hat die Mannschaft in Sabrina Donwen (VfL Trier), Lucia Roth (SG Benrath) und Michell Rosenholz (ASV Tiefenbroich) bereits gefunden. Das ändert aber nichts daran, dass der FFC sich noch über weitere neue Spielerinnen freute, die am Ziel Aufstieg in die Landesliga mitwirken wollen.