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Düsseldorf Panther rennen der Musik weiter hinterher

Erste Football-Liga : Panther rennen der Musik weiter hinterher

Dem Football-Erstligisten bleibt wohl nur eine Hoffnung: den Ligaverbleib über die Relegationsrunde zu erreichen. Am Samstag warten die Kiel Baltic Hurricanes.

Im neunten Saisonspiel der ersten Football-Liga empfangen die Panther am Samstag im Benrather Stadion die Kiel Baltic Hurricanes. Nach insgesamt sechs Auswärtspartien ist dies erst die dritte Begegnung vor heimischem Publikum. Zu Hause zu spielen und dabei die lautstarke Unterstützung ihrer Fans im Rücken zu haben, ist aber leider schon fast das einzige, was darauf hoffen lässt, dass die Mannschaft von Cheftrainer John Leijten den Rasen am Ende als Sieger verlässt.

Die trostlose Bilanz der Panther steht dieser Hoffnung aber entgegen: sämtliche acht bislang absolvierten Spiele hat die Leijten-Truppe verloren – zwei davon sogar mit mehr als 20 Punkten Differenz. Woche für Woche ist es das gleiche Ziel, das der Coach ausruft: „Wir wollen uns in jeder Begegnung verbessern und näher an das Niveau der Liga herankommen.“ Bei wohlwollender Betrachtung mag das vielleicht sogar zu erkennen sein, wobei es zumeist einzelne Aktionen sind, die durchaus den Ansprüchen der Spielklasse gerecht werden.

Ein gutes Beispiel dafür war Quarterback Christian Strong zuletzt im Spiel in Berlin, als sich Licht und Schatten abwechselten. Seine beiden langen Würfe auf Montel Patterson und Feli Manoka, die zu den beiden Touchdowns der Panther führten, waren toll. Demgegenüber standen allerdings auch schlecht geworfene Pässe, die zu Interceptions des Gegners führten. Zu unausgeglichen ist auch die Leistung in der Abwehr des Traditionsvereins. Viel zu oft können großgewachsene Gegenspieler die körperlichen Nachteile der Panther-Akteure ausnutzen. Fast ausnahmslos positiv fällt dagegen Importspieler Burton de Koning auf. Der Linebacker führt mit 53 Solo-Takles die Defensiv-Statistik mit Abstand an.

Eine der ohnehin nur noch geringen Hoffnungen, doch noch die Relegationsrunde gegen den Nordmeister der Zweiten Liga zu umgehen, ist seit der Vorwoche dahin. Mit dem Unentschieden gegen Potsdam haben die Kieler jetzt drei Pluspunkte auf dem Konto und stünden selbst bei einer Niederlage am Samstag noch vor den im Moment punktlosen Panthern. Der Leijten-Truppe bleibt in dieser ersten Saison nach dem Aufstieg wahrscheinlich nur die Hoffnung auf ein glückliches Ende eben in der Relegation. Das meint wohl auch Vorstandsmitglied Michael Wevelsiep, wenn er sagt: „Wir bleiben bis zum Ende zuversichtlich, dass die Lage sich bessern wird. Denn die Hoffnung stirbt zuletzt.“