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Lokalsport: DSC-Wasserballer setzen verstärkt auf den Nachwuchs

Lokalsport : DSC-Wasserballer setzen verstärkt auf den Nachwuchs

Für die Wasserballer des DSC endete die vergangene Saison mit einer kleinen Enttäuschung. Die Düsseldorfer hatten als Meister der 2. Bundesliga West die Qualifikation für das Aufstiegsturnier zur höchsten Spielklasse erreicht. Dort mussten sie aber erkennen, dass für den Aufstieg die Qualität der Mannschaft noch nicht reichte.

Für die am 17. November beginnende Spielzeit in der Zweiten Liga haben sich die Schützlinge von Trainer Andreas Schlagmann gegenüber dem Vorjahr leicht reduzierte Ziele gesetzt: Man möchte einen Platz in der oberen Tabellenhälfte erreichen. "Die Liga ist stark besetzt. Wir können unsere eigene Stärke noch nicht genau abschätzen", erklärt Wasserballwart Matthias Iking. "Einige Spieler müssen aus beruflichen und familiären Gründen im Training kürzer treten."

Aufgefangen werden soll dieser Nachteil durch die forcierte Integration der talentierten Jugendspieler des Vereins. Zu Alexander Scholz, Ongün Agirkaya und Timo Gonzales (alle Jahrgang 1997), die schon in der Vorsaison Zweitligaluft schnuppern konnten, kommt mit dem noch ein Jahr jüngeren Dennis Strelezkij das wohl talentierteste Eigengewächs hinzu. Fachleute zählen den einzigen U15-Spieler im deutschen U17-Aufgebot bei der EM auf Malta zu den fünf besten Spieler seines Jahrgangs in Europa. Aber auch bei den älteren Zugängen hat man in Bastian Lehmann ein Schäppchen gemacht. Lehmann, der aus beruflichen Gründen nach Düsseldorf gezogen ist, war Bundesligaspieler des SV Cannstadt und von SSV Esslingen. Iking: "Er ist überall im Wasser einsetzbar und eine absolute Verstärkung für uns." Neu im Kader sind zudem Thorsten Klinger (früher SV 08 Saarbrücken) und der ungarische Jugendspieler Octavio Nemeth-Buhin.

Zusätzlich zum normalen Schwimm- und Wasserballtraining legt Coach Schlagmann derzeit in zusätzlichen Einheiten besonderen Wert auf die Verbesserung der Athletik. Und dann leistet sich Iking noch einen Traum von der Ersten Liga: "Wenn das neue Spitzenbad in Stockum 2016 in Betrieb ist, gehört dorthin auch Spitzen-Wasserball."

(cj)