Lokalsport: DSC-Debakel zum Oberliga-Ausklang

Lokalsport : DSC-Debakel zum Oberliga-Ausklang

Gegen Ratingen 04/19 kassieren die Derendorfer ein Dutzend Gegentore. Das 0:12 markiere das traurige Ende einer schwachen Saison. Die Turu verspielt eine Zwei-Tore-Führung gegen Homberg, der SC West siegt in Speldorf.

Am letzten Spieltag der Fußball-Oberligasaison hat der DSC seine höchste Saisonniederlage hinnehmen müssen. Das Team von Trainer Andreas Billetter verlor vor heimischem Publikum gegen Ratingen 04/19 deutlich mit 0:12.

Dabei gelang es der im Vergleich zum vergangenen Spieltag personell stark veränderten Billetter-Elf zu keinem Zeitpunkt, die Ratinger vor größere Probleme zu stellen. Stattdessen drückten die Gäste der Partie von Beginn an ihren Stempel auf. Nach nicht einmal zehn Minuten klingelte es daher bereits erstmals im Tor der Hausherren. DSC-Keeper Alexander Savonis musste sich dabei nach einem Angriff der Ratinger Ismail Cakici geschlagen geben, der in der Folge noch drei weitere Treffer erzielen sollte. Auch die Ratinger Tobias Reitz (27.), Ole Päffgen (34./Foulelfmeter), Mark Zeh (42), Fatih Özbayrak (48./87.), Erkan Ari (67.), Emrah Cinar (73.) und Timo Krampe (85.) konnten sich so bis zum Ende der Partie noch in die Torschützenliste eintragen. Billetter versuchte nach der Pause durch die Einwechslungen von Ibrahim Nadir und Moritz Orlando Mink zwar noch einmal für größere Stabilität zu sorgen, doch auch dies konnte an der großen Überlegenheit der Ratinger zu keinem Zeitpunkt etwas ändern.

Der DSC beendet die Saison mit acht Punkten und insgesamt 126 Gegentoren als Tabellenletzter.

Die Tore, die die Besucher der Spiele der Turu in den letzten Wochen oft nur in einer Spardosierung geboten bekommen hatten, gab es in der Begegung gegen den Tabellendritten VfB Homberg reichlich zu sehen. Nach einer Viertelstunde waren es schon derer vier, am Ende hatten die beiden Torhüter sieben Mal den Ball aus ihren Tornetzen holen müssen. Da die Gäste davon vier Mal trafen, gab es nach 90 Minuten einen 4:3-Erfolg der Gäste.

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Danach hatte es zunächst nicht ausgesehen, denn die Oberbilker gingen rasch mit 3:1 in Führung. Vorbereiter des ersten Tores der Elf von Trainer Samir Sisic war Verteidiger Markus Wolf, der im in der nächsten Saison das schwarz-gelbe Trikot des VfB tragen wird. Seinen Eckball setzte der beste Turu-Akteur Fabio Fahrian zum 1:0 in die Maschen (8.). Zwei Minuten später war die Führung dahin, als Justin Walker mit einer Direktabnahme zum 1:1 traf. Weitere sechs Minuten später hatten Nickson Touglo und Adnan Hotic mit einem verwandelten Handelfmeter ihre Farben mit zwei Treffern nach vorne gebracht. Da wollten sich die Homberger nicht lumpen lassen und beteiligten sich bis zum Pausenpfiff noch zweimal am Torreigen (Metin Kücükarlan, Patrick Detwinkel). Ein kurioses Tor beendete die Partie. Bei einem der letzten Angriffe des VfB vier Minuten vor dem Abpfiff ging der Ball erst drei Mal gegen den Pfosten, bzw. die Querlatte, ehe er von Ferdi Acar doch noch mit dem Kopf zum Siegtreffer des VfB über die Linie gebracht wurde.

Der Fußball-Oberligist SC West hat im letzten Spiel der Saison 2017/2018 auswärts beim Aufsteiger VfB Speldorf für sich entschieden. Dabei profitierten die Düsseldorfer von ihrer überragenden Effizienz. Denn die Hausherren gaben in der ersten Halbzeit spielerisch den Ton an, vergaben aber Chance um Chance. Auf der anderen Seite traf Anton Bobyrew mit der ersten Annäherung zur Führung, Sebastian Santana erhöhte wenig später gar auf 2:0. Speldorf ließ sich von diesem Rückschlag nicht aus dem Konzept bringen, spielte weiter munter nach vorn und kam durch Alexandros Armen zum Anschlusstreffer.

Als dann kurz vor der Pause Bobyrew mit zwei gelben Karten binnen einer Minute vom Platz flog, deutete vieles darauf hin, dass der VfB das Spiel noch drehen könnte. Doch von den Gastgebern kam nach dem Seitenwechsel kaum etwas, stattdessen erhöhte Ryotaru Omote auf 3:1 für den SC West. Diesen Vorsprung retteten die Düsseldorfer über die Zeit. Die Speldorfer versuchten in der Schlussphase noch Einiges und hatten auch gute Möglichkeiten, doch der SC West hatte das Glück gepachtet.

(RP)
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