Lokalsport: DSC 99 verpasst in Überzahl den Sieg

Lokalsport : DSC 99 verpasst in Überzahl den Sieg

Der Fußball-Landesligist spielt gegen den 1. FC Mönchengladbach nur 1:1. Der Rather SV landet dagegen einen enorm wichtigen Sieg im Abstiegskampf in Kalkum-Wittlaer. Der VfL Benrath kassiert in der Schlussphase noch das 3:3.

DSC 99 - 1. FC Mönchengladbach 1:1. Im Grunde genommen war es ein Spiel wie jedes andere. Und doch lief so einiges nicht wie gewohnt - und das schon vor dem Anpfiff der Partie, an deren Ende ein durchaus leistungsgerechtes Unentschieden stand. Weil sich Kevin Joao Lobato beim Aufwärmen unglücklich eine Zerrung zuzog, musste Trainer Sebastian Saufhaus kurzfristig umdisponieren und beorderte Youssef Driouch in die Startformation.

Dazu gesellte sich noch eine Ungereimtheit, die ebenfalls unüblich war. Eine kaum zu übersehende Nervosität trugen die Düsseltaler geradezu über die gesamte Dauer der Partie wie eine bleierne Weste auf ihren Schultern. Die zwangsläufige Folge waren haarsträubende Abspielfehler und zahlreiche einfache Ballverluste im Mittelfeld. Über die Ursache rätselte Saufhaus auch noch lange nach dem Schlusspfiff. "Nein, dafür habe ich absolut keine Erklärung", sagte der 35-Jährige.

Zumindest ergebnistechnisch sah es für sein Team zunächst gut aus, denn Shun Terada hatte den DSCmit dem ersten Torschuss der Hausherren nach zwanzig Minuten in Führung gebracht. "Sicherlich glücklich, das muss man anerkennen", urteilte der Trainer. Doch die Mönchengladbacher, die 40 Minuten in Unterzahl agieren mussten, gaben nicht auf, sondern agierten leidenschaftlich - der 1:1-Ausgleichstreffer von Adama Bance war daher mehr als verdient.

TV Kalkum-Wittlaer - Rather SV 1:2. Die Erleichterung war Raths Abwehrchef Niklas Wesseln nach dem Abpfiff ins Gesicht geschrieben. Erleichterung darüber, dass sein Team kurz vor Spielende das erlösende 2:1 erzielte, das dem RSV drei immens wichtige Punkte im Kampf gegen den Abstieg bescherte.

Erleichterung aber auch darüber, dass er die Partie wohl ohne größere Verletzungen zu Ende brachte. Denn danach sah es Mitte der ersten Halbzeit nun wirklich nicht aus. Wenige Minuten nach der Führung der Hausherren durch Berkant Jumerovski köpfte Wesseln auf der anderen Seite den Ball zum Ausgleich ins Tor. Doch bei der Landung landete der Verteidiger auf dem Kopf, so dass er für kurze Zeit ohnmächtig liegen blieb und mehrere Minuten behandelt werden musste. Benommen schleppte er sich danach zur Mittellinie und signalisierte dem Unparteiischen überraschend, dass er weiterspielen wolle. "Er hat zwar einen kleinen Brummschädel, aber er wusste noch ganz genau wie er heißt und wann er geboren ist. Er hat auf dem Platz auch nicht den Eindruck gehabt, dass er das Spiel nicht mitbekommt", begründete RSV-Trainer Patrick Michaelis, warum er den angeschlagenen Wesseln nicht vom Platz nahm.

Dieser sah sich mit seinen Abwehrkollegen auch nach der Pause kämpferischen Gastgebern gegenüber, die trotz der aussichtslosen Tabellenkonstellation keinen Gedanken daran verschwendete, Punkte abzuschenken. Streckenweise hatten die Hausherren mehr vom Spiel und waren drauf und dran, sich für ihren Einsatz zu belohnen. "Die Jungs hatten es wirklich verdient, mal wieder etwas Zählbares mitzunehmen. Das ist bitter", konstatierte TVKW-Trainer Holger Sturm. Doch in der Schlussphase konterte Rath erfolgreich.

ASV Mettmann - VfL Benrath 3:3. "Das ist eine gefühlte Niederlage", ließ Benraths Torjäger Sascha Willms seinem Frust beim Gang in die Kabine freien Lauf. Drei Mal ging der VfL in Führung, und schaffte es dennoch nicht, als Sieger vom Platz zu gehen. An ihm lag es jedoch nicht. Nach seiner Verletzung kommt er immer besser in Schwung, erzielte einen Treffer, bereitete einen weiteren vor und hätte in Mettmann zum Sieggaranten werden können. Doch Ahmet Kizilisik machte dem VfL einen Strich durch die Rechnung. Der Mettmanner hatte drei Mal die passende Antwort parat und avancierte so zum Mann des Spiels, in dem es zur Pause nach einer torlosen Punkteteilung aussah. Doch abermals brachten individuelle Fehler die Schlossstädter um den Erfolg. "Im Vorfeld hätte ich den einen Punkt sofort unterschrieben, aber nach dem Spielverlauf ist das sehr bitter", meinte Benraths Trainer Frank Stoffels.

(RP)