Wasserball : Aufsteiger kämpft um dritte Pokalrunde

Die Wasserballer des DSC 98 treten am Samstagabend bei der SG München an. Vor dem Start ins Bundesliga-Abenteuer geht es darum, die Zugänge weiter zu integrieren und die Abstimmung zu verfeinern.

Die Spannung wächst allmählich, denn das erste Bundesliga-Spiel der Wasserballer des DSC 98 nach dem Aufstieg rückt unaufhaltsam näher. Am 9. November steigt die Premiere beim SV Würzburg, und dann wird auch eine erste Antwort auf die Frage möglich sein, ob die Düsseldorfer in der höchsten Spielklasse bestehen können. Die Saisonvorbereitung hat schon Anfang August begonnen. Verantwortlich dafür war allerdings der frühe Termin in der ersten Pokalrunde.

Dort trat das Team von Trainer Gabor Bujka bei der Wasserball-Union Magdeburg, dem Zweitliga-Meister aus dem Osten, an und setzte sich mit einem 14:13-Erfolg nach Fünf-Meter-Schießen durch. In der zweiten Runde steht am Samstag (19.30 Uhr) das Auswärtsspiel bei der SG München an. Zu Beginn der Vorbereitungsphase lag der Schwerpunkt auf der Verbesserung im Schwimmen und dem Trockentraining. Ziel war es, sich damit die für die Bundesliga nötige Physis anzueignen. Erst später folgte die Arbeit mit dem Ball.

Das DSC-Aufgebot hat indes einige Änderungen erfahren. Daniel Koryukin (SV Krefeld 72) und Torhüter Sascha Vaets (SV Rhenania Köln) haben den Verein verlassen. Demgegenüber steht eine ganze Reihe von Zugängen. Für das Tor hat der Aufsteiger den Bundesliga-erfahrenen Tomo Bujas verpflichtet, der auch schon international gespielt hat. Ebenfalls viel Routine bringt der 27-jährige Misho Petrov nach sieben Bundesliga-Spielzeiten und zehn Jahren in der bulgarischen A-Nationalmannschaft mit.

Zudem haben sich gleich drei Spieler des britischen U19-Nationalteams dem DSC angeschlossen: Joe Hubble (Center-Verteidiger), Tom Hunt (Offensive, Linkshänder) und Thomas Manley (Torhüter). Zwei Akteure, die das Wasserball-ABC in Düsseldorf erlernt haben, kehren indes zurück: Aaron Glaubermann kommt aus Wien und Hayden Hallett vom ASC Duisburg.

Bereits seit mehreren Monaten ist der Iraner Sina Shadab im Training und überzeugt durch Physis und Einsatzbereitschaft. „Wir glauben, dass unsere Zugänge perfekt ins Konzept passen, Familie, Beruf und Sport zu verbinden“, sagt DSC-Wasserballwart Mathias Iking. Kapitän Joost van Kaathoven erachtet derweil die Kaderbreite als wichtig. Und Trainer Bujka erinnert an die vergangenen Spielzeiten, in denen seine Schützlinge stets als Mannschaft überzeugten. „Dieses Gefüge wollten wir durch zu uns passende Zugänge ergänzen“, erläutert er.

Fehlten beim ersten Pokalspiel in Magdeburg noch einige Akteure, so kann der DSC in München auf die Zugänge Hubble, Hunt und Manley sowie Torhüter Bujas bauen. Hauptziel ist freilich das Weiterkommen. Doch Kapitän van Kaathoven betont: „Wir wollen als Mannschaft noch näher zusammenrücken und die Abstimmung im Wasser verfeinern.“

Mehr von RP ONLINE