Lokalsport: Drei Talente auf dem Weg nach oben

Lokalsport: Drei Talente auf dem Weg nach oben

Der Traum vom Profifußball lebt bei Rarmani Edmonds-Green, Ryo Tabei und Joshua Sargent.

Die 56. Auflage der U19 Champions Trophy war kein Turnier der großen Individualisten. Dennoch übernahmen drei Spieler in ihren Teams die Verantwortung - und wollen später hoch hinaus.

Rarmani Edmonds-Green Der Verteidiger von Huddersfield Town stand für die englische Zweikampfhärte, führte resolute Tacklings und ordnete seine Vordermänner umsichtig. "Das Turnier ist für uns ein erster Kontakt mit dem internationalen Fußball und eine tolle Erfahrung", berichtete der Kapitän des Turnier-Vierten. Dass seine Zweikampfstärke den Youngster bald sogar in die Premiere League führt, scheint nur eine Frage der Zeit zu sein. "Der Profivertrag liegt mir bereits vor", verriet er.

Ryo Tabei Vielleicht bringt ihn auch seine Reise irgendwann nach Europa. Der Spielführer der Japaner brachte als Gewinner des Hochschulturniers das Sieger-Gen mit nach Düsseldorf und glänzte hier insbesondere durch seine technische Finesse. Tabei erwies sich jedoch nicht nur als kongenialer Passgeber, der kluge Zuspiele mit der gewissen Eleganz koppelt, sondern auch als eiskalter Vollstrecker. So brachte der Spielführer sein Team im Finale mit einem Drehschuss zurück in die Spur. "Bevor ich nach Deutschland gekommen bin, hatte ich einen großen Wunsch: Ich wollte mich mit ausländischen Spielern messen. Die Tore haben gezeigt, dass ich auch in Europa überzeugen kann", sagte der Dreifachtorschütze und war besonders vom FC Everton beeindruckt. Die Engländer hatten ihren Größenvorteil konsequent ausgespielt, gerade mittels langer Pässe. Als nächstes geht es für Tabei indes zurück nach Japan - und zwar in die College League. Doch der U19-Cup hat sein persönliches Ziel weiter genährt: "Mein großer Traum ist es, irgendwann in Europa zu spielen", sagte der 18-Jährige.

Joshua Sargent Jenen Weg hat der US-Boy durch seinen Wechsel zu Werder Bremen unlängst eingeschlagen. Der Angreifer ließ beim Osterturnier zwar einige Chancen ungenutzt, war aber stets in Bewegung und ein fortwährender Unruheherd. Für seine mannschaftsdienliche Laufleistung belohnte sich der Rotschopf mit drei Treffern, darunter dem goldenen Tor im Kampf um Platz drei. Weil der amerikanische U-Nationalspieler nach seinem Transfer an die Weser noch auf die Spielberechtigung für den Ligabetrieb wartet, hatte er umso mehr Spaß am Kräftemessen und lieferte vor den Augen seines extra eingeflogenen Vaters einen Vorgeschmack in Richtung Zukunft. Einen Profivertrag hat der 18-Jährige schon unterzeichnet und hofft nach dem verdauten "Kulturschock", sich schon bald einen Namen in der Bundesliga zu machen.

(RP)