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Basketball: Die Zeit läuft den Baskets davon

Basketball : Die Zeit läuft den Baskets davon

Man sollte meinen, dass es bei den Düsseldorfer Zweitliga-Basketballern elf Tage vor Saisonbeginn angesichts des dünnen Profi-Kaders sowie des fehlenden Namensgebers drunter und drüber geht. Doch der noch in der Doppelfunktion als Geschäftsführer und Trainer tätige Murat Didin wiegelt ab: "Wir werden nicht voreilig und überhastet handeln, denn dann entstehen Fehler."

Und davon können sich die Reisholzer, die während der gesamten Spielzeit unter der besonderen Beobachtung der zweiten Basketball-Liga stehen, keine mehr erlauben - andernfalls droht der Lizenzentzug. Bei den vormaligen Giants, die angesichts des fehlenden Namenssponsors bei der Liga momentan als Düsseldorf Baskets geführt werden, steht die wirtschaftliche Konsolidierung im Vordergrund. "Wir standen vor wenigen Wochen kurz vor der Einigung mit einem Namenssponsor", beteuert Didin. Dann habe jedoch der Geschäftsführer des nicht genannten Unternehmens gewechselt, der nun alles erst überprüfen wolle. "Zudem stehen wir mit zehn weiteren Sponsoren kurz vor der Unterschrift", sagte der 57 Jährige.

Auch sportlich gesehen hegt der Routinier weiterhin große Ziele: "Wir wollen uns in der Spitzengruppe festsetzen und mit einem guten Platz in die Play-offs einziehen." Doch die Zeit, um einen wettbewerbsfähigen Kader zusammenzustellen, läuft den Verantwortlichen allmählich davon. Mit der Verpflichtung des Ex-Esseners Kendall Chones, den die Rheinländer für 3000 Euro aus Recklinghausen loseisen mussten, befinden sich nur acht Korbwerfer im Kader. Mit den jungen Amerikanern Nigel Munson (Point Guard), Isiah Martin (Center) und Brandon Johnson (Center) sowie Sebastian Greene (Forward) und mit ein oder zwei Spielern aus der zweiten Mannschaft soll der Kader noch aufgefüllt werden - sofern es wirtschaftlich machbar ist. Zudem erhält Patrick Flomo in Kürze einen deutschen Pass, was die Variabilität der Baskets erhöhen wird, da immer mindestens zwei Deutsche auf dem Spielfeld stehen müssen.

Die Tatsache, dass der erste Spieltag gegen Vechta am 30. September immer näher rückt und die Integration potenzieller Zugänge somit immer schwieriger werden dürfte, erleichtert die tägliche Arbeit von Co-Trainer Engin Kömec nicht. Das Gerüst der neu zusammengestellten Mannschaft werden Flomo und Marin Petric bilden. Hinzu kommt Spielmacher Gary Johnson. "Der Start könnte schwierig werden", mutmaßt Murat Didin. "Doch alle arbeiten sehr diszipliniert. Im Laufe der Saison wird unsere Zeit kommen."