Die Sportler aus der Landeshauptstadt organisieren sich im „Stockheim Team Düsseldorf“

Olympia 2020 : Düsseldorf zu Gast bei Olympia

Die Sportler aus der Landeshauptstadt organisieren sich im „Stockheim Team Düsseldorf“. Das hat viele Vorteile.

Wiederholungen werden ja häufig mit einem leichten Naserümpfen beobachtet, aber auch Neuauflagen können erfolgreich sein. Das beweist die Sportstadt Düsseldorf mit ihrem „Olympia-Team“. Erstmals vor den Spielen 2008 in Peking aufgelegt, erfreut es sich vor den Olympischen Spielen 2020 in Japans Hauptstadt Tokio seiner vierten Auflage. Damit unterstützt die Landeshauptstadt weiterhin Top-Athleten auf ihrem Weg zu Olympischen und Paralympischen Spielen.

Derzeit bilden 18 Sportler aus acht verschiedenen Sportarten das „Stockheim Team Düsseldorf“. Ziel ist es, den Sportlern eine möglichst optimale Vorbereitung auf die Olympiaqualifikationsphase und die Spiele selbst zu ermöglichen – von der Finanzierung von Trainingslagern bis hin zum Stellen von Fahrzeugen über den Automobil-Partner. „Es ist gut, dass es das ‚Team Düsseldorf‘ gibt, weil es nur durch solche Unterstützung möglich ist, den Weg zu den Olympischen Spielen erfolgreich zu bestreiten und die Stadt Düsseldorf im kommenden Jahr in Tokio zu vertreten“, meint Benjamin Kleibrink.

Der Florettfechter vom Deutschen Fechtclub Düsseldorf (DFCD) wurde erst in diesem Jahr ins „Team“ aufgenommen, weil er erst seit Januar für den deutschen Fecht-Club Düsseldorf startet. Kleibrink ist zwar gebürtiger Düsseldorfer, begann mit dem Fechten beim Rheinischen Fechtklub Düsseldorf, machte am Ursulinen-Gymnasium Abitur, verließ seine Heimatstadt aber, um bei den großen Fechtclubs OFC Bonn und FC Tauberbischofsheim sein Talent zum Weltklassefechter und zum Olympiasieger 2008 formen zu lassen. Seinem neuen Team hat er bereits mit dem deutschen Meistertitel 2019 und der Mannschaftsvizeeuropameisterschaft gedankt.

Ein „alter Hase“ im Düsseldorfer Olympia-Team ist hingegen Timo Boll. Der Tischtennis-Rekordeuropameister gehörte bereits 2008 dem Team Peking an und wurde seitdem immer berufen.  Im Gegensatz zu Kleibrink, der aktuell aussichtsreich um seine erneute Olympiaqualifikation kämpft, hat Boll seine Teilnahmeberechtigung für das weltweit größte Sportfest bereits in der Tasche. „Noch nicht ganz“, widerspricht Boll. „Als Sieger der European Games habe ich mir zwar das persönliche Startrecht gesichert, es aber wieder verloren, weil sich die deutsche Mannschaft ebenfalls für Tokio qualifiziert hat. Sollte mich der Bundestrainer nicht für die Olympischen Spiele nominieren, war‘s das.“ Weil Boll aber auch im fortgeschrittenen Leistungssportalter von 38 Jahren als Weltranglistenzehnter der einzige Top-Ten-Spieler des Deutschen Tischtennis Bundes (DTTB) ist, rechnet niemand damit, dass der Borusse von Bundestrainer Jörg Roßkopf nicht in den Olympia-Kader berufen wird.

Der absolute „Frischling“ im Stockheim Team ist Maximilian Thorwirth. Der Leichtathlet wurde 2017 deutscher U23-Meister über 5000 Meter und U23-Vizemeister über 1500 Meter. „Mein großes Ziel ist die Teilnahme an den Olympischen Spielen 2020 in Tokio. Um mich zu qualifizieren, muss ich weiterhin starke Leistungen zeigen und noch einige Punkte sammeln“, erklärt Thorwirth. Er hat die Chance, die Qualifikation zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio zu schaffen. „Mit der Aufnahme in unser Stockheim Team Düsseldorf unterstützen wir ihn dabei bestmöglich“, sagt Düsseldorfs Stadtdirektor Burkhard Hintzsche.