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Die Düsseldorfer Zweitliga-Basketballer treffen im Spitzenspiel auf den ungeschlagenen Tabellenführer aus Münster.

Basketball : Vor dem Spiel des Jahres

Die Zweitliga-Basketballer der ART Giants treffen als Tabellendritter im Spitzenspiel auf den ungeschlagenen Tabellenführer aus Münster. Können die Düsseldorfer ihre Siegesserie vor großer Kulisse fortsetzen?

Showdown in der 2. Basketball Bundesliga Pro B Nord: Die ART Giants, die sich auf Platz drei hoch-gearbeitet haben, empfangen am Samstag (19 Uhr) den bis dato ungeschlagenen Spitzenreiter WWU Baskets Münster. Die spannende Frage lautet: Welche Siegesserie wird reißen? Mit Trainer Florian Flabb sprachen wir im Vorfeld über...

...die Vorbereitung auf das Spiel: Diese verlief völlig unaufgeregt. „Vom Mindset her gehen wir so wie in jede Partie, es gab keine Unterschiede in der Herangehensweise“, betont er. Bei noch sechs ausstehenden Begegnungen haben die ART Giants bereits acht Punkte Vorsprung auf den ersten Nicht-Playoff-Platz. „Unserem Saisonziel, den Playoffs, sind wir recht nah. Jetzt stellt sich die Frage, in welche Richtung es für uns geht: Sind wir damit zufrieden oder gehen wir weiter und wollen uns mit einer starken Vorrundenplatzierung eine gute Ausgangsposition für die Playoffs sichern? Dabei sind und bleiben wir geerdet: Es ist nicht selbstverständlich, dass wir derzeit auf Rang drei stehen. Das war eine Menge Arbeit.“

...den Gegner: Die Münsteraner haben für diese Saison ganz klar den Aufstieg in die Pro A, Deutschlands zweithöchste Liga, ausgegeben. Bereits 2019 hatten sie als Neuling den sportlichen Aufstieg erreicht, der Klub entschied sich aber wegen noch nicht gegebener struktureller und wirtschaftlicher Voraussetzungen gegen den Aufstieg. „Doch in den letzten Jahren haben sie tolle Rahmenbedingungen geschaffen. Sie haben alles gemacht, um in der Pro A bestehen zu können“, weiß Flabb. Beeindruckend ist die Kulisse bei den Heimspielen: Die Halle Berg Fidel fasst 3000 Zuschauer, die stets für Gänsehautstimmung sorgen.

...das Hinspiel: Am siebten Spieltag setzte es eine 95:104-Niederlage. Im ersten Viertel spielte der Gastgeber groß auf, traf alles und marschierte auf 33:11 davon. Dann fanden die Düsseldorfer besser ihren Rhythmus. „Im Prinzip haben wir erst dort herausgefunden, dass wir richtig schnell spielen können“, verrät Flabb. Tatsächlich konnten seine Schützlinge fortan besser mithalten und verkürzten eine Minute vor dem Abpfiff auf 90:99. Die Sensation schafften sie aber nicht. Damals fehlte Center Lennart Boner, zudem verletzte sich Mark Gebhardt und fiel in der Folge bis Anfang des Jahres aus.

...die aktuelle Form beider Teams: 16 Spiele, 16 Siege, zwölf Zähler Vorsprung auf die punktgleichen Verfolger Wolmirstedt und ART Giants – die WWU Baskets Münster sind in der Nord-Staffel das Maß aller Dinge. „Sie haben sehr viele große Spieler und unglaublich gute Werfer, eben eine Menge Erfahrung und Qualität in ihren Reihen. Alle Positionen sind doppelt gut besetzt“, zählt Flabb die Stärken auf. Vor kurzem gewannen die Münsteraner nur knapp mit 73:70 beim Sechsten BSW Sixers. Flabb glaubt jedoch nicht an einen Leistungsknick des Kontrahenten: „Durch Spielausfälle hatte Münster vielleicht ein bisschen Rhythmus eingebüßt. Den haben sie sich aber mit dem Sieg gegen Wedel zurückgeholt.“ Seine Mannschaft kann nach sechs Erfolgen am Stück aber auch sehr selbstbewusst in das NRW-Derby gehen. „Wir haben Erfahrungen gesammelt, sind schlauer geworden. Auch in engen Spielen oder schlechten Phasen bewahren wir Ruhe“, sagt er.

...die Starting Fives: Auf der Point-Guard-Position wird es zwischen Franklyn Aunitz und dem offensiver orientierten Jasper Günther ein sehr interessantes Duell geben. Auch der Vergleich zwischen den Topscorern Booker Coplin und Ryan Timothy Richmond wird äußerst spannend werden. „Beide sind absolute Leistungsträger ihres Teams. Sie werden einen ganz großen Anteil daran haben, wohin die Reise gehen wird“, ist Flabb überzeugt. Unter den Körben darf sich Lennart Boner mit Adam Touray messen, der eine hohe Quote im Zweipunkt-Bereich aufweist und dabei „oft von dem Pick-and-roll-Spiel seiner Teamkameraden profitiert“, weiß Flabb. Düsseldorfs weitere Stammspieler Andrius Mikutis und Quadre Lollis werden sich vermutlich Stefan Weß und Cosmo Grün gegenüberstehen - ebenfalls spannende Duelle. Aber auch die Spieler, die von der Bank kommen, können und wollen wichtige Impulse setzen. Wenn die Düsseldorfer die Partie so lange wie möglich offen gestalten, können sie dem Spitzenreiter ein Bein stellen.