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Lokalsport: DHC-Hockeyspielerinnen bestrafen Kölner Fehler

Lokalsport : DHC-Hockeyspielerinnen bestrafen Kölner Fehler

Ohne größere Probleme haben die Damen des DHC ihre Tabellenführung in der 1. Hockey-Bundesliga verteidigt. Am Samstag im Heimspiel gegen die unmittelbar vor den Abstiegsplätzen rangierende Eintracht Braunschweig reichte den Oberkasselerinnen der Schongang, um zu einem sicheren 3:0 (1:0)-Erfolg zu kommen. Braunschweig konnte mit dem Ergebnis gut leben und hielt die Niederlage, obwohl mit nur 14 Spielerinnen angereist, mit einer engagierten Leistung in Grenzen.

In den ersten 35 Minuten tat sich die Mannschaft von Trainer Nicolai Sussenburger mit der massierten Abwehr der Damen aus Niedersachsen sehr schwer, und es reichte daher auch nur zu einem Treffer durch Carolin Wolf in der zehnten Minute. Sieben Minuten nach dem Seitenwechsel sorgte die Spezialistin für Strafecken, Luisa Steindor, für das 2:0. Erst 60 Sekunden vor dem Ende erzielte Greta Gerke mit ihrem fünften Saisontreffer das verdiente 3:0. An den Strafecken muss der Trainer aber noch feilen, denn ein Erfolg bei acht Versuchen ist sehr mager.

Am selben Tag fiel der gestrige Gegner des DHC, Rot-Weiß Köln, durch eine 0:3-Heimniederlage gegen den Münchner SC auf den vierten Tabellenplatz zurück. Dazu passte, dass den Rot-Weißen auch gegen die Düsseldorferinnen kein Erfolg gelang. Der Tabellenführer aus der Landeshauptstadt entführte mit einem 2:1 (2:0)-Erfolg drei Punkte und festigte damit seine Tabellenführung. Die Zuschauer in Köln sahen eine über weite Strecken ausgeglichene Partie zweier spielerisch guter Mannschaften. Doch während sich Köln Feldvorteile erarbeitete, überzeugte der DHC vor allem in der ersten Spielhälfte mit absoluter Effektivität und nutzte zwei Nachlässigkeiten auf Kölner Seite eiskalt aus.

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"Das ist eben die Qualität des DHC in dieser Saison. Er bestraft wirklich jeden Fehler", sagte Kölns Co-Trainer Moritz Liebald nach dem Match. In der 28. Minute kam der DHC zum 1:0. Lisa-Marie Schütze eroberte im Mittelfeld die Kugel und leitete einen Angriff ein, der zu einem Siebenmeter führte, den Luisa Steindor sicher verwandelte. Sieben Minuten später erhielten die Oberkasselerinnen eine Strafecke zugesprochen, mit der Elisa Gräve zum 2:0 erfolgreich war.

Köln kam zwar in der 47. Minute noch zum Anschlusstreffer, aber der DHC verteidigte die Führung geschickt bis zum Schlusspfiff. Die Voraussagen Sussenburgers hatten den Nagel auf den Kopf getroffen: "Gegen Braunschweig muss es auch ohne Topleistung klappen, aber Köln wird uns alles abverlangen", hatte der Trainer orakelt. 28 Punkte und 35:4 Tore aus zehn Spielen sind ein stolzes Ergebnis. Der Tabellenzweite, UHC Hamburg, hat nur 17 Punkte, kann durch drei Nachholspiele aber noch auf 26 kommen.

(RP)