Feldhockey : DHC-Damen mit halber Kraft erfolgreich

Den Düsseldorferinnen reicht in der Hockey-Bundesliga gegen München eine gute erste Hälfte zum 4:2-Sieg.

Die Damen des Düsseldorfer Hockey-Clubs haben in der 1. Bundesliga die 1:3-Niederlage in Mannheim gut verdaut. Am Samstag bezwangen sie vor heimischer Kulisse den Münchner SC mit 4:2 (3:1). Das Spiel begann sehr vielversprechend, denn die Mannschaft der Trainer Nicolai Sussenburger und Mark Spieker legte mit viel Druck und Tempo los. Die ersten zwei guten Möglichkeiten kurz nach dem Anpfiff ließ Sarah Strauß noch ungenutzt. In der sechsten Minute traf Greta Gerke zum 1:0. Vier Minuten später erhöhte Selin Oruz per Strafecke zum 2:0, und Tessa-Margot Schubert erzielte in der 13. Minute das 3:0. Es sah nach einem Debakel für die Damen aus der bayerischen Landeshauptstadt aus. Nach dem ersten Viertel war jedoch plötzlich die Luft raus beim DHC. Der MSC wurde nun stärker und kam zum 1:3. Mehr passierte dann nicht. Der DHC verwaltete seine Führung problemlos bis zur Pause.

Nach dem Seitenwechsel waren die Gäste phasenweise spielbestimmend. Torchancen gab es hüben wie drüben. Sowohl der DHC als auch die Münchnerinnen trafen mehrfach nur das Aluminium und waren im Abschluss nicht konsequent genug. Zwei Minuten vor dem Ende wurde es noch einmal brenzlig für den DHC, denn der MSC verkürzte auf 2:3 und versuchte es dann mit dem Tausch des Torwartes gegen eine weitere Angreiferin. Greta Gerke nutzte das zum entscheidenden Siegtreffer: In der Schlusssekunde hatte sie keine Mühe, die Kugel im verwaisten Kasten zum 4:2 unterzubringen.

Sussenburger war mit dem ersten Viertel zufrieden. „Das Problem ist, dass wir danach den Dienst eingestellt und das Spiel dadurch unnötig kompliziert gemacht haben“, sagte er. „Wirklich eng wurde es am Ende zwar nicht mehr, aber auch wenn drei Punkte gegen den MSC gut sind, hätte ich mir mehr erwartet, was Spiel- und Einsatzfreude angeht.“ 100 Prozent Einsatz habe er „schöner und angenehmer gefunden, als das Spiel mit 80 Prozent irgendwie durchzukriegen“, sagte der Coach.

MSC-Coach André Schriever kritisierte die Verteidigung seiner Mannschaft. „Wir waren einfach nicht präsent und haben miserabel verteidigt“, sagte er. „Da waren wir nicht im Bundesligamodus, das war viel zu wenig. 45 Minuten Bundesliga-Hockey reichen nicht.“