Lokalsport: Der VfL Benrath schöpft neue Hoffnung

Lokalsport: Der VfL Benrath schöpft neue Hoffnung

Durch den Auswärtssieg des Schlusslichts rücken die Teams im Landesliga-Keller enger zusammen.

Es dauerte nicht lange, bis der Klang lauter Partymusik den Mannschaftsbus erfüllte. Dort hatten sich die Landesliga-Fußballer des VfL Benrath gerade eingefunden, um die Heimreise anzutreten - mit einer Laune, die besser nicht hätte sein können. Mit 4:1 besiegten die Schlossstädter die SpVg Odenkirchen und verkürzten den Rückstand auf den ersten Nichtabstiegsplatz signifikant.

Da ist es nicht wirklich verwunderlich, dass auch Trainer Frank Stoffels einen sehr glücklichen Eindruck machte, wenngleich der 52-Jährige in seiner nüchternen, sachlichen Art die nach wie vor heikle Gesamtsituation mitnichten aus den Augen verlor. "Das Ziel war ein Punkt, jetzt sind es drei geworden", freut sich der Trainer über den Auswärtserfolg. "Aber das ist alles nichts wert, wenn wir nicht in Remscheid nachlegen", fasste der Coach zusammen. Beim ehemaligen Zweitligisten aus dem Bergischen Land sind die Benrather am Mittwoch im Nachholspiel zu Gast. Und die Ausgangslage ist keineswegs schlecht - auch oder gerade wegen des Erfolges in Odenkirchen.

Gegen den Tabellen-Vierten hatten die Schlossstädter sofort einen guten Weg ins Spiel gefunden und gingen etwas kurios in Führung. Nach einem Foul an Robin Reuter trat Yannick Krohn zum Strafstoß an, scheiterte zunächst an Odenkirchens Schlussmann Kevin Asiedu Afari, drückte den Abpraller aber mit dem Kopf über die Linie. Und die Führung hätte zur Halbzeit durchaus noch höher ausfallen können, hätte Mario Stoffels seine Riesenchance nicht vergeben.

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Nach dem Seitenwechsel drückte der Mönchengladbacher Stadtteil-Klub dann massiv auf den Ausgleich, gestattete den Benrathern dadurch zwangsläufig aber auch mehr Räume zum Kontern. Der zweite Treffer des Tabellen-Schlusslichts fiel jedoch erst, als Claudio Bemba das Leder nach einer Ecke einnickte. Und weil Mohamed Fatni anschließend einen schnellen Gegenangriff krönte, war das Spiel entschieden. Zwar verkürzte Marcel Pohl noch aus Odenkirchener Sicht, doch Yannick Krohn setzte mit seinem zweiten Treffer den Schlusspunkt.

"Von uns ist eine Menge Druck abgefallen", freute sich Trainer Stoffels nach dem Abpfiff der Partie. "In den letzten zehn, zwanzig Minuten haben wir befreit Fußball gespielt." Und so konnten eine Schützlinge auf der Heimfahrt wirklich mit Fug und Recht die Partymusik anschmeißen.

(RP)