Der Post-SV und die guten alten Zeiten

Judo : Der Post-SV und die guten alten Zeiten

(faja) Der Post-SV jubelt über das seit langem erfolgreichste Jahr in der Vereinsgeschichte. Der traditionsreiche Verein, der immer noch der letzte Deutsche Mannschaftsmeister aus Nordrhein-Westfalen ist und 1969 der erste Titelträger der neu gegründeten Bundesliga war, möchte gerne an die alten Erfolge anknüpfen.

Immerhin sind die Düsseldorfer mit der Frauen-Mannschaft in der Zweiten Liga und mit dem Männer-Team in der dritthöchsten Klasse angekommen, der NRW-Liga.

Den Männern gelang als Oberliga-Neuling mit dem direkten Durchmarsch die Rückkehr in die Klasse. Und der Triumphzug ging weiter: Nach dem zweiten von vier Kampftagen sicherten sie sich den Klassenerhalt. Und die Judoka kamen gar nicht aus dem Feiern heraus, denn die Frauen kassierten im gesamten Jahr nur eine Niederlage, wurden in ihrem zweiten Jahr in der NRW-Liga Vize-Meister und stiegen in die Zweiten Judo-Bundesliga auf. Ein Meilenstein für den Verein. Erst vor vier Jahren war das Frauen-Projekt neu gegründet worden, das 1991 noch gescheitert war. Doch diesmal konnten sich die Düsseldorferinnen verstärken und kontinuierlich weiter entwickeln.

Höhepunkt der jüngsten Entwicklung und Ausdruck des neuen Selbstbewusstseins des Post-SV war der Doppel-Heimkampf: Mehr als 250 Zuschauer erlebten an der Suitbertusstraße die Frauen und Männer parallel beim Kampf um Ligapunkte und sorgten für Hexenkessel.

Möchte der Verein auf Dauer Erfolg haben und soll die Entwicklung nachhaltig sein, so braucht er einen guten Unterbau. Und auch dafür haben die Düsseldorfer gesorgt. Der zweiten Männer-Mannschaft gelang erstmals überhaupt der Aufstieg in die fünfthöchste Klasse, die Verbandsliga. Dieses historisch bedeutende Jahr vervollständigte ein Projekt, dass die Judo-Abteilung noch nie gewagt hatte: die Gründung einer dritten Männer-Mannschaft.