Leichtathletik Thorwirth kämpft um Olympia

Düsseldorf · Der Düsseldorfer Mittelstreckenläufer Maximilian Thorwirth wird am Wochenende bei der Deutschen Hallenmeisterschaft fehlen, weil er am Donnerstag in Melbourne um Weltranglistenpunkte kämpft, die er für die Qualifikation für die Olympischen Spiele in Paris braucht.

Maximilian Thorwirth beim 3000-Meter-Lauf während der Deutschen Hallen-Meisterschaft in der Leichtathletik in der Arena Leipzig im Februar 2022.  Foto: dpa

Maximilian Thorwirth beim 3000-Meter-Lauf während der Deutschen Hallen-Meisterschaft in der Leichtathletik in der Arena Leipzig im Februar 2022. Foto: dpa

Foto: dpa/Martin Schutt

In der Arena Leipzig feierte Maximilian Thorwirth seine bislang größten nationalen Erfolge. Zweimal gewann er dort Gold über die 3000-Meter-Distanz. 2020 wurde er mit einer Zeit von 7:53,31 Minuten Deutscher Meister, 2022 reichten 8:01,43 Minuten. Am 17. und 18. Februar ist es wieder so weit: Dann gastieren die deutschen Leichtathletik-Asse schon zum elften Mal zum nationalen Saisonhöhepunkt in der Leipziger Arena. Doch Düsseldorfs bester Läufer wird beim ersten nationalen Höhepunkt des Leichtathletik-Jahres fehlen.

Im Prinzip blieb dem 29-Jährigen im Jahr der Olympischen Spielen in Paris keine andere Wahl. Denn nur mit ausreichend Weltranglistenpunkten hat er eine Chance, sich für das Saisonhighlight in Frankreich zu qualifizieren. Der Düsseldorfer hat seit der haarscharf verpassten Olympia-Teilnahme 2021 in Tokio nahezu alles seinem großen Ziel untergeordnet – und nimmt deshalb gerade extrem lange und kräftezehrende Reisen in Kauf. Nach Rennen in Boston (USA) befindet er sich derzeit in Melbourne (Australien) für einen weiteren Härtetest – und vor allem für Weltranglistenpunkte. Die setzen sich einerseits durch die Leistung bei einem Wettkampf, andererseits durch die Platzierung im Verhältnis zur Qualität des Wettkampfes zusammen. Diese Mischung war bereits bei dem Lauf in Boston vielversprechend. In Melbourne wartet auf Thorwirth nun ein Meeting der Gold-Kategorie im Rahmen der World-Athletics-Continental Tour – und die Chance auf viele Punkte.

Der Saisonauftakt in Boston verlief für den deutschen Vizemeister perfekt. Zwei Wettkämpfe absolvierte er dort, einen über 5000 Meter, einen weiteren über 3000 Meter. „Ich bin stolz darauf, mich so gut durch das Rennen durchgekämpft zu haben“, sagte Thorwirth über den 5000er in Massachusetts. Die Uhr war für ihn nach 13:29,00 Minuten stehen geblieben, der drittbesten Zeit seiner Karriere. Ganz zufrieden war er dennoch nicht. „Ich bin natürlich mit dem Traum ins Rennen gegangen, einen absoluten Sahnetag zu erwischen. Aber wir müssen auch realistisch sein und sehen, dass ich im Winter noch nie ein 5000-Meter-Rennen gelaufen bin“, sagte Thorwirth, dessen Bestzeit bei 13:18,35 Minuten aus dem Vorjahr liegt.

Auch beim 3000-Meter-Lauf neun Tage später lieferte er ein starkes Rennen. Die 7:43,15 Minuten bescherten dem Starter des SFD 75 wie auch seine überzeugende Leistung über die 5000 Meter aber wertvolle Punkte für die Weltrangliste – der „Währung“ auf dem Weg zum großen Traum von den Olympischen Sommerspielen in diesem Jahr in Paris.

Dann machte er sich auf den Weg über den Pazifik nach Australien, um am Donnerstag (15. Februar) beim Maurie Plant Meet in Melbourne bereits zum zweiten Mal in diesem Jahr über seine Paradestrecke zu starten.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort