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Der Bundesligist muss den Verlust der Spielstätte und einen geringeren Etat verkraften. Ziel ist der Klassenerhalt.

Futsal : Futsaler üben sich in Bescheidenheit

Futsal-Bundesligist Fortuna Düsseldorf muss den Verlust der Trainings- und Spielstätte und einen geringeren Etat verkraften. Ziel ist wie in der vergangenen Saison nichtr mehr als der Klassenerhalt.

Es war eine Hiobsbotschaft, die Fortunas Futsaler in der kurzen Sommerpause da ereilte. Die Nachricht über den Verlust der angestammten Trainings- und Spielstätte im Castello überschattete kurzzeitg auch die Erfolge, welche die Hallenfußball-Spezialisten mit dem Klassenerhalt in der neu eingeführten Futsal-Bundesliga und dem Gewinn des Niederrheinpkals in der abgelaufenen Saison zu verzeichnen hatten. Inzwischen blickt man im Lager der Fortuna aber wieder positiv nach vorne, was auch an der lösungsorientierten Denkweise von Shahin Rassi liegt. Der Niederländer mag es nicht, über Probeme zu klagen. Stattdessen ist Fortunas Coach immer bemüht, das Beste aus der jeweiligen Situation zu machen.

Dass er und seine Spieler in der seit Mitte Juli laufenden Vorbereitung auf die im September beginnende zweite Bundesliga-Spielzeit momentan zwischen verschiedenen Trainingshallen pendeln müssen, nimmt Rassi mit der ihm eigenen Gelassenheit hin. „Das ist zwar ein Schritt zurück für uns, aber wir müssen das akzeptieren“, wird der Fustal-Experte in der eigenen Vereinszeitschrift zitiert. Die vorhandene Energie wollen Rassi und seine Schützlinge stattdessen lieber für Training und Spiel verwenden, was bisher auch gut funktionierte. „Die Jungs arbeiten hart und setzen meine Pläne um“, sagt Rassi und ist voll des Lobes für sein Team.

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Was das wiederum für den Ausblick auf die neue Saison bedeutet, ist schwer zu sagen. In Anbetracht eines im Vergleich zur Vorsaison gekürzten Etats sind keine großen Sprünge zu erwarten. „Unser Saisonziel bleibt gleich. Wir wollen nichts mit dem Abstieg zu tun haben“, verrät Rassi, der sowohl im Trainerstab als auch im Kader einen größeren Umbruch moderieren muss. Der bisherige Co-Trainer Andrey Kornelsen trat eine Vollzeitstelle im Nachwuchsleistungszentrum der Fortuna an und steht Rassi damit genauso nicht mehr zur Verfügung wie Konditionstrainer Richy Konstantin und Physiotherapeut Yannick Dielkus. Zudem gilt es die Abgänge von Mohamed Tahiri, Wael Riani, Daniel Jagenburg, Ferre Devos und Ayumu Suzuki zu kompensieren.

Große Hoffnung setzt man bei der Fortuna daher auf den 25-jährigen Slowaken Marko Hudacek und den gleichaltrigen Tschechen Jakub Reznicek. Das Duo konnte vom Spitzenteam VfL Hohenstein-Ernstthal an den Rhein gelockt werden. „Sie bringen viel Professionalität in das Team und sind für uns klare Verstärkungen“, sagt Rassi, der außerdem noch Joscha Vaas (Futsal Panthers Köln), das 18-jährige ukranische Talent Dima Karmalita und Nachwuchskeeper Martin Vu neu in den eigenen Reihen begrüßen darf. Bis zum Ende des Monats soll die Kaderplanung der Fortuna abgeschlossen sein. Bis dahin soll die Mannschaft, in der trotz der schwieirgen Umstände die Leistungsträger wie Eike Thiemann oder Lukas Sepp gehalten werden konnten, um ein bis zwei weitere Verstärkungen ergänzt werden.

Am 4. September wird es für die Fortuna in der Bundesliga dann erstmals ernst. Im Auswärtsspiel beim 1.FC Penzberg geht es auch darum, sich Selbstvertrauen für die dann folgenden Heimspiele gegen den amtierenden Deutschen Meister Stuttgarter FC und den Vize VfL Hohenstein-Ernstthal zu holen. Beide müssen mit dem TSV Weilimdorf auch in der anstehenden Saison wieder zum engsten Favoritenkreis gezählt werden. Shahin Rassi hofft, gerade in diesen partien Werbung für den Futsal machen zu können. „Wir wollen mit positiven Ergebnissen überraschen und unseren Fans attraktive Spiele anbieten.“