Football: Der Abschied von Rhein Fire

Football: Der Abschied von Rhein Fire

Recht emotionslos ging das letzte Saisonspiel der Football-Profis mit 13:17 gegen die Hamburg Sea Devils verloren. Auf der Party-Bühne wurde das Team danach noch gefeiert.

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p class="text">Das Ende war eher emotionslos. Direkt nach dem Abpfiff blieb es für die sonst dort bei einem Match von Rhein Fire gewohnten Verhältnisse ziemlich ruhig in der LTU-Arena. Ein Großteil der Spieler kniete zum obligatorischen Gebet auf dem Feld nieder. Das war der nüchterne Abschluss der Saison 2007 für die Profis von Fire in der National Football League (NFL) Europa. Nur die rund 150 mitgereisten Anhänger der Hamburg Sea Devils hatten Grund zur Freude. Ihr Team gewann in Düsseldorf vor 22980 Besuchern knapp mit 17:13 (3:0, 7:10, 7:0, 0:3) und kämpft am nächsten Samstag in Frankfurt gegen Galaxy um die begehrte World-Bowl-Trophäe.

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p class="text">Der Abschied vom aktuellen Fire-Team fiel auch darum nicht schwer, weil die Mannschaft nach zuvor zwei Siegen (41:38 über die Amsterdam Admirals und 24:17 bei Berlin Thunder) wieder einmal vor allem in der Offensive alles andere als feurig agierte. Gewiss, das Bemühen war den Jungs auch in dieser Partie nie abzusprechen, aber das sportliche Niveau reichte eben 2007 nicht für höhere Ansprüche. Das wurde am Samstag noch einmal - aus der Sicht der Fire-Fans natürlich leider - eindrucksvoll unterstrichen. Die Grundlage zum Sieg legt eine starke Verteidigung, aber die notwendigen Punkte zum Erfolg müssen andere Mannschaftsteile holen.

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p class="text">Die letzten Zähler der Saison für Fire markierten zunächst Runningback Jacque Lewis mit einem kurzen Lauf in die gegnerische Endzone bei seinem Debüt für Fire und Kicker Mark Brubaker, der den Zusatzkick zur zwischenzeitlichen 7:3-Führung im zweiten Viertel verwandelte. Brubaker traf per Fieldgoal (aus der Distanz von 34 Yards) eine Sekunde vor der Pause noch zum 10:10 und war auch zehn Minuten vor dem Abpfiff für das 13:17-Schlussresultat verantwortlich (mit seinem Feldtor aus 31 Yards). Brubaker kommt damit auf eine gute Bilanz als Empfehlung für die NFL: Er verwertete 15 seiner 16 Versuche bei den Zusatzkicks und sieben von acht Fieldgoals.

Nach diesem eher unspektakulären Abschied der Fire-Profis in der LTU-Arena gingen die Spieler direkt nach draußen auf die Party-Bühne, wo sie schon von ein paar Hundert Anhängern erwartet und recht stürmisch verabschiedet wurden. Und auch lange nach Ende der Partie standen noch viele Fans hinter der Absperrung vor der Arena, um dem Team auf den letzten Schritten in den Mannschafts-Bus noch zuzujubeln. Diese doch eher unerwarteten Szenen nach den sportlichen Darbietungen 2007 hinterließen den Beobachter mit der Frage: Wie groß wäre die Stimmung wohl gewesen, wenn Fire noch um den World Bowl mitgespielt hätte?

(RP)
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