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Lokalsport: DEG: Duisburg kündigt Kooperation

Lokalsport : DEG: Duisburg kündigt Kooperation

Die Eishockeyklubs tauschen keine Spieler mehr zwischen DEL und Oberliga.

Der Geschäftsführer ist zurück, Neuigkeiten gibt es keine. "Ich erkläre dazu momentan nichts", lautet die knappe, genervt vorgetragene Stellungnahme von Elmar Schmellenkamp nach seiner Rückkehr aus dem einwöchigen Urlaub. Die seit Monaten im Raum stehende Frage, ob die Düsseldorfer EG auch in der kommenden Saison in der Deutschen Eishockey Liga antreten wird, bleibt unbeantwortet.

An einer anderen Front herrscht indes Klarheit: Die bestehende Kooperation der DEG mit dem Oberligisten EV Duisburg wird nicht fortgeführt. Das beschlossen EVD-Chef Ralf Pape und Düsseldorfs sportlicher Leiter Walter Köberle in einem persönlichen Gespräch gestern. Die Duisburger äußerten während der Spielzeit heftige Kritik an der Einseitigkeit des Spieleraustauschs. Dass Manuel Strodel, Alexander Preibisch und Daniel Fischbuch in aus Duisburger Sicht bedeutungslosen Spielen in der DEL eingesetzt wurden und nicht in den Oberliga-Play-offs brachte das Fass zum Überlaufen. Duisburg führt nur ihre Kooperation mit den Kölner Haien weiter.

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Auf finanzieller Ebene geht die Zitterpartie bei der DEG weiter. Durch neue Sponsoren wurde das Loch im Etat in den vergangenen Wochen auf rund 1,5 Millionen Euro verkleinert, doch der finale Schritt zur erneuten Rettung im letzten Moment — nach 2012 — fehlt. Die Durchhalteparolen wurden erneuert, die selbst gesetzten Fristen immer wieder verlängert. Für das Ende dieser Woche ist nun ein internes Ultimatum gesetzt worden. Und das gleich in zweierlei Hinsicht.

Zum einen soll bis dahin frisches Geld aufgetrieben werden, um eine mögliche Insolvenz zu verhindern und den Eishockeystandort Düsseldorf ein weiteres Jahr am Leben zu halten. Zum zweiten müssen sich die Spieler, die ein Angebot für einen weiteren Ein-Jahres-Vertrag erhalten haben, in dieser Woche entscheiden, ob sie bleiben wollen. Dies gilt in erster Linie für Top-Scorer Calle Ridderwall, seinen Sturmkollegen Justin Bostrom und Kapitän Daniel Kreutzer. Der US-Amerikaner Travis Turnbull hingegen hat das Angebot der DEG abgelehnt und versucht sein Glück erneut in der nordamerikanischen Heimat.

Bisher haben in Bobby Goepfert, Bernhard Ebner, Colin Long, Daniel Fischbuch, Manuel Strodel, Alex Preibisch, Ashton Rome, Andreas Martinsen und Niki Mondt neun Spieler ihre Verträge verlängert. Diese treten aber nur in Kraft, sollte die DEG ihren Etat sichern.

Gelingt dies, müssten die Verantwortlichen bei Zugängen ein sehr glückliches Händchen beweisen. Mit einem Kader, der dem angestrebten Etat entspricht, belegte die DEG in der aktuellen Saison abgeschlagen den letzten Tabellenplatz.

(RP)