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David Hoeveler möchte zur Beachsoccer-WM und den Sport noch viel populärer machen. 

Beachsoccer : Ein Leben für Beachsoccer

David Hoeveler möchte zur Beachsoccer-Weltmeisterschaft und den Sport in Düsseldorf mit Hilfe seiner Mannschaftskollegen vom Bundesligisten Beach Royals noch viel populärer machen.

David Hoeveler hat in Sachen Beachsoccer viel vor. Auch die Pandemie hat den 24-Jährigen Nationalspieler, der für die Düsseldorfer Beach Royals aufläuft, nicht von seinen Plänen und Träumen abgebracht. Dabei hat er nicht nur seine eigene Spielerkarriere im Blick, die ihn im Idealfall noch in diesem Jahr zu einer WM führen könnte. Dem Sport-Management-Studenten ist es ebenso wichtig, anderen seine Leidenschaft zu vermitteln. Mitstreiter hat er unter anderem in seiner aktuellen Mannschaft der Beachroyals gefunden. „Spieler, die aus der ersten Mannschaft ausscheiden werden, wollen im Klub aktiv bleiben. Wir wollen eine Alte-Herren-Mannschaft gründen, regelmäßig Kid-Camps und Schnuppertrainings veranstalten und so eine Basis im Verein schaffen.“ Die Voraussetzungen seien in der Landeshauptstadt ideal, das Potenzial riesig, meint er. Nicht zuletzt wegen des kleinen, schmucken Stadions am Unterbacher See, in dem der Bundesligist seine Heimspiele austrägt. An den Spieltagen herrscht dort vor vollbesetzten Tribünen eine ausgelassene und euphorische Stimmung. „Viele, die ein solches Turnier vor dieser Kulisse einmal erlebt haben, lässt das nicht mehr los“, sagt Hoeveler schwärmerisch. Er hofft inständig, dass es schon in diesem Sommer wieder Wettbewerbe geben wird.

Hoeveler spielt seit vier Jahren für die Beach Royals, die zuletzt zweimal Vizemeister wurden. Er kam eher zufällig zum Beachsoccer. Als Rasenfußballer des Ober- und Landesligisten SV Uedesheim hatte er sich in einer Sommervorbereitung einen Bruch des Mittelfußes zugezogen. Während der Reha kam er dann durch einen Arbeitskollegen in Kontakt mit Beachsoccer und war begeistert. „Ich war bei einem Hobbyturnier dabei und von der ersten Sekunde an fasziniert von der Energie, der spektakulären Akrobatik und der Schnelligkeit, mit der es zur Sache ging“, sagt Hoeveler, der es dank seiner guten Technik und seines Spielverständnisses schnell bis in die Nationalmannschaft schaffte. Aktuell bereitet er sich individuell auf die neue Saison vor, arbeitet mit einem Athletiktrainer im Sand. „Ab einer Temperatur von zehn Grad geht das“, sagt er. Sein Traum ist es, im Ausland mit seinem Hobby Geld verdienen zu können. Denn, während es in Deutschland kein Geld zu verdienen gibt, sind Beachsoccerspieler in anderen Ländern gut bezahlte Profis. Im Vorjahr spielte Hoeveler nicht nur für die Beach Royals sondern auch für einen ungarischen Erstligisten. „Beachsoccer-Spieler dürfen gleichzeitig in mehreren Ländern spielen“, sagt er. Die Weltmeisterschaft, die in diesem Jahr in Russland über die Bühne gehen soll, ist ein weiteres Traumziel des Düsseldorfers. Ob das Turnier aber überhaupt stattfindet, ist ebenso offen, wie die erfolgreiche Qualifikation der deutschen Nationalmannschaft, die international nur ganz kleine Brötchen backt. Nur die sechs besten europäischen Teams dürfen in Russland dabei sein, wo Spiele in Stadien mit 30.000 Zuschauern stattfinden.