Tischtennis : Dang Qiu Sieger des Masters-Finales

Der deutsche Tischtennis-Nationalspieler Dang Qiu hat das Finalturnier des „Düsseldorf Masters“ gewonnen. Der 23-Jährige vom Pokalsieger ASV Grünwettersbach setzte sich am Sonntag im Endspiel in 4:1-Sätzen gegen den Überraschungsfinalisten Steffen Mengel vom Bundesliga-Club Post SV Mühlhausen durch.

(tino) Dang Qiu ist Gesamtsieger der Tischtennis-Turnierserie „Düsseldorf Masters“. Der Weltranglisten-52. aus Grünwettersbach besiegte im Endspiel des Finalturniers seinen Nationalmannschaftskollegen Steffen Mengel (Weltrangliste 140) aus Mühlhausen mit 4:1 (11:6, 11:7, 11:4, 5:11, 11:4). Qiu bestätigte damit seine starke Form in diesem Jahr, in dem er bereits vor der Corona-Pause die Portugal Open und damit sein erstes internationales Turnier gewonnen hatte. Borusse Anton Källberg hatte sich bis ins Halbfinale gespielt, fand dort gegen Mengel aber nie zu seinem Rhythmus und verlor 0:4 (5:11, 8:11, 7:11, 8:11). Einzig im zweiten Satz gelang Källberg mal eine Führung, die aber verspielte der junge Schwede zum Satzende hin. „Steffen hat das ganze Match gut und sehr sicher gespielt. Ich hingegen habe viele einfache Fehler und nicht genug Druck gemacht“, analysierte ein geknickter Källberg. „Ich hatte leider keine Chance.“

Dass sich Qiu ins Finale spielen könnte, war erwartet worden. Doch auf der anderen Seite des Tisches hatten die Fachleute mit dem Ex-Borussen Patrick Franziska (WR 16) gerechnet. „Franz“ hatte seinen aktuellen Verein, den 1. FC Saarbrücken TT, noch vor wenigen Wochen zur deutschen Mannschaftsmeisterschaft geführt, unterlag aber im Masters-Finalturnier gegen Zweitliga-Spieler Geritt Engemann (WR 291) vom TTC GW Bad Hamm in sieben Sätzen. Der U21-EM-Finalist von 2019 drehte das Match ausgerechnet in jenem Moment, als der Weltranglisten-16. bei 2:2 nach Sätzen im fünften Durchgang bei einer 7:3-Führung auf der Siegerstraße schien. Zweitligaspieler Engemann holte sich den Satz mit 11:8 und ließ sich anschließendend auch vom 3:3-Ausgleich des EM-Dritten nicht beeindrucken. Der Entscheidungssatz ging nach einem 5:0-Start sogar mit 11:3 an den Westfalen.

„Ich kann es selbst noch nicht wirklich glauben“, meinte Engemann. „Patrick hatte sicherlich nicht seinen besten Tag und es herrschten wegen der hohen Luftfeuchtigkeit in der Halle auch schwierige Verhältnisse. Aber ich habe gut gespielt und bin sehr glücklich, einen Spieler geschlagen zu haben, der so hoch in der Weltrangliste eingestuft ist. Das ist mir noch nie zuvor gelungen." Danach aber war es mit dem Engemann-Siegeszug vorbei. Die Vorschlussrunde gegen Qiu ging mit 4:1 an den Mann aus Grünwettersbach.

Eigentlich hätten auch Düsseldorfs Rekordeuropameister Timo Boll (WR 10) und der Weltranglistenelfte Dimitrij Ovtcharov das Finalturnier bestreiten sollen. Boll hatte wegen einer Magen-Darm-Verstimmung absagen müssen, Ovtcharov war aufgrund von Verpflichtungen für seinen Verein Fakel Gazprom Orenburg nicht abkömmlich.