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Corona bremst Thorwirth bei der Deutschen Meisterschaft aus

Leichtathletik : Corona bremst Thorwirth aus

Düsseldorfs Mittelstreckenläufer Max Thorwirth kommt geschwächt von einer Infektion bei der Deutschen Meisterschaft im 5000-Meter-Lauf auf den vierten Platz. Damit verpasst er die anvisierte EM-Qualifikation.

Seine Gemütslage sei ganz schwierig gerade, sagte Maximilian Thorwirth enttäuscht. Düsseldorfs Mittelstreckenläufer war bei der deutschen Meisterschaft in Berlin über seine 5000-Meter-Paradestrecke Vierter geworden und hat damit den anvisierten Startplatz bei der anstehenden Europameisterschaft zunächst einmal verpasst. „Ich habe das beste Rennen gemacht, was ich unter den Umständen machen konnte“, so der Athlet des SFD 75, der vor kurzem unter einer Corona-Infektion litt. „Eigentlich sollte ich dankbar dafür sein, dass das überhaupt möglich war gerade“, so Thorwirth. „Ein vierter Platz ist an sich natürlich nie schön, vor allem weil ich schon das Selbstbewusstsein habe, so ein Rennen in Normalform auch gewinnen zu können.“

Seine Chancen auf die EM sieht er ganz realistisch: „Obwohl ich im Kampf um die EM-Plätze wenigstens Aaron Bienenfeld hinter mich lassen konnte, so wird es dennoch ziemlich knapp.“ Aufgegeben hat er sich noch nicht. „Das ist gerade extrem bitter, weil ich echt eine gute Saison laufe und Corona jetzt so kurz vor der deutschen Meisterschaft einfach extrem ungünstig war. Aber ich werde um das EM-Ticket bis zum Ende kämpfen.“

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Tatsächlich hatte Thorwirth seine Bestzeit über 5000 Meter im belgischen Oordegem erst am 28. Mai übertroffen und damit die EM-Norm erfüllt. Doch drei Tage später war der Läufer erkrankt. Es habe ihn heftig erwischt, berichtete Thorwirth, der einige Tage mit Fieber, Schüttelfrost, Nachtschweiß und Kopfschmerzen komplett außer Gefecht war. Ganz langsam war er ins Training zurückgekehrt, zunächst mit lockeren 15-Minuten-Einheiten.

Die Teilnahme an den nationalen Wettkämpfen in Berlin hing am seidenen Faden. Nach Diskussionen mit seiner Tübinger Trainerin Isabelle Baumann kamen sie zu der Überzeugung, dass eine Entscheidung nach einem Medizincheck mit den DLV-Ärzten fallen soll. Da seine Lungen-, Herz- und Blutwerte in Ordnung waren, entschieden sie sich zur Teilnahme. So bekam er erst 13. Juni grünes Licht für die Vorbereitung auf die Titelkämpfe.

Mental sei er in das Rennen gegangen, als habe er Bestform, erklärte er. Ängstlich zu laufen, bringe nicht das erhoffte Ergebnis. Trotzdem gelang ihm nicht die EM-Nominierung, dafür hätte er unter den ersten drei landen müssen. „Es ist schade, vor der Erkrankung war ich in der Form meines Lebens.“

5000-Meter-Lauf: 1. Mohamed Mohumed (Dortmund) 13:43,16 Min.; 2. Sam Parsons (Frankfurt/M.) 13:43,48; 3. Nils Voigt (Bochum) 13:44,13; 4. Maximilian Thorwirth (Düsseldorf) 13:46,78; 5. Davor Aaron Bienenfeld (Hanau) 13:47,05; 6. Markus Görger (Karlsruhe) 13:47,37; 7. Jan-Lukas Becker (Karlsruhe) 14:00,65; 8. Jonathan Dahlke (Leverkusen) 14:05,78; 9. Filmon Teklebrhan (Freiburg im Breisgau) 14:08,26; 10. Thorben Dietz (Gerolstein) 14:08,71