Futsal Christian de Groodt ist mit der Nationalmannschaft auf Tour

Düsseldorf · Fortunas Torhüter Christian de Groodt kämpft mit der Futsal-Auswahl um die Qualifikation für die Weltmeisterschaft. Am Samstag geht es in Chemnitz gegen Kroatien.

 Torwart Christian de Groodt mit Fortuna-Coach Shahin Rassi.

Torwart Christian de Groodt mit Fortuna-Coach Shahin Rassi.

Foto: RP/Ralph-Derek Schröder

Manchmal hat ein prall gefüllter Terminkalender auch sein Gutes. So bleibt wenigstens keine Zeit, zu lange über schlecht gelaufene Dinge nachzudenken. Christian de Groodt wird das bestätigen können. Nach dem verpatzten Saisonstart in der Futsal-Bundesliga kommt der Stammtorhüter der Fortuna in diesen Tagen im Kreis der deutschen Futsal-Nationalmannschaft auf andere Gedanken.

Düsseldorfs Christian de Groodt wurde von Bundestrainer Marcel Loosfeld in den Kader für die beiden Auftaktspiele in der Eliterunde berufen, in der es für die Auswahl um nicht weniger als die Qualifikation für die Futsal-Weltmeisterschaft in Usbekistan im kommenden Jahr geht.

Das deutsche Team trifft zum Auftakt am Samstag in Chemnitz auf das stark einzuschätzende Kroatien, ehe es vier Tage später in Laval gegen Gastgeber Frankreich weitergeht. Weiterer Gruppengegner ist die Auswahl der Slowakei. Nur die in Hin- und Rückspiel ermittelten Sieger der fünf Vierergruppen qualifizieren sich direkt für die WM.

Christian de Groodt und seine Teamkollegen gelten als Außenseiter. Schon die erstmalige Qualifikation für die Eliterunde der besten 20 europäischen Mannschaften darf als Erfolg gewertet werden.

Ob Christian de Groodt sein Können zwischen den Pfosten in den kommenden Tagen auch unter Wettkampfbedingungen unter Beweis stellen darf, bleibt abzuwarten. Denn die Konkurrenz im Tor ist groß. Der zweifache Familienvater ist mit 34 Jahren zwar der älteste  unter den drei Keepern. Doch in Sachen Länderspieleinsätzen haben dem fünffachen Nationalspieler seine Rivalen Philipp Pless (TSV Weilimdorf / 45 Spiele) und Pavlos Wiegels (FC Liria / 49) einiges voraus.  Insbesondere Wiegels gilt als Ausnahmekönner seines Faches, was der 29-Jährige am vergangenen Samstag auch im Duell mit der Fortuna demonstrierte. Beim 6:0-Sieg des FC Liria hielt Wiegels seinen Kasten sauber.

Zur Ehrenrettung von Christian de Groodt und der Fortuna muss jedoch gesagt werden, dass diese in Berlin auf einige wichtige Akteure verzichten musste. Mit Fedor Brack und Neuzugang Mert Sipahi fehlten unter anderem zwei Spieler, die für die beiden Länderspiele der deutschen Nationalmannschaft auf Abruf bereit stehen. Brack und Sipahi sind aber nicht die einzigen Fortunen auf der Warteliste von Marcel Loosfeld. Denn für Außenstehende überraschend steht auch Martin Vu im erweiterten Kader. Der 20-jährige Schlussmann gilt als großes Talent, kam im Bundesliga-Alltag im Schatten von de Groodt bislang aber noch nicht zur Geltung.

Meistgelesen
Neueste Artikel
Zum Thema
Aus dem Ressort