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Brückenlauf in Düsseldorf 2018 - ART-Läufer Nikki Johnstone trotzt der Hitze

Lokalsport : ART-Läufer Nikki Johnstone trotzt der Hitze

Beim Brückenlauf dominiert der Schotte. Bei den Damen siegt die Debütantin Inga Hundeborn.

Nikki Johnstone vom ART hatte eine Befürchtung. "Ich glaube, ich bekomme einen Sonnenbrand", vermutete der gebürtige Schotte. Die 32:08 Minuten, die er nur in Sporthose und mit einem Trägerhemd bekleidet der hochsommerlichen Sonne während des Sparda Bank Brückenlaufs ausgesetzt war, reichten wahrscheinlich für eine ordentliche Rötung der schottischen Haut.

Die Angst vor dem Sonnenbrand war aber nicht der Grund, warum Johnstone die 10.000 Meter Distanz so schnell hinter sich brachte und damit mit mehr als zwei Minuten Vorsprung vor Sören Kah (Asics Frontrunner/34:26 min.) gewann. "Ich laufe mein Tempo und ziehe das durch", meinte Johnstone im Ziel. "In der zweiten Runde habe ich aber die Hitze gemerkt." Er konnte sich auch voll auf sein Tempo konzentrieren, hatte der ART-ler doch einen guten Konkurrenz-Beobachter dabei. "Der Mann auf dem Führungsfahrrad hat mir immer durchgesagt, wie groß mein Vorsprung gewesen ist. Ich hatte also immer alles im Blick", so Johnstone. Der Schotte, der am kommenden Sonntag bei Metro Marathon Düsseldorf eine Zeit von 2:30 Stunden anstrebt, gehört zu den "Dauerläufern" beim Brückenlauf.

Für Inga Hundeborn (Solinger LC) war der Brückenlauf 2018 eine Premiere. Eine erfolgreiche sogar, denn die 21-Jährige sicherte sich nach 38:06 min. den Sieg über 10.000 Meter der Frauen. Trotz Premiere kennt Hundeborn die Brückenrunde aus dem Effeff. "Ich studiere seit drei Jahren Medizin in Düsseldorf und wohne hier. Ich trainiere regelmäßig auf der Strecke. Es ist ein schöne Runde", so Hundeborn. Zudem kündigt sie an: "Nächstes Jahr bin ich wieder dabei. Der Lauf ist so sympathisch, den kann man immer mitnehmen", meint Hundeborn.

Hundeborn ist Dritte der deutschen U23-Halbmarathon-Meisterschaft 2017 und nicht die einzige Top-Läuferin beim Brückenlauf. Viele erfolgreiche Leichtathleten kamen zum Burgplatz und machten mit. Darunter auch die viermalige Deutsche Meisterin Silke Optekamp (LG Mönchengladbach) oder der ehemalige Halbmarathon-Europarekordler Carsten Eich (rhein-marathon).

Der Jedermann-Lauf verzeichnete die größte Anzahl bei den behinderten Läufern. "Es heißt doch Jedermann-Lauf, da war klar, dass wir dabei sind", meinte Christina Dill (Lebenshilfe). Mit Unterstützung vom Sportant schickten die Lebenshilfe, die Werkstatt für angepasste Arbeit und viele Förderschulen gut 400 Läufer in pinken T-Shirts auf die Strecke. "Alle laufen aus Spaß mit und wollten einfach nur dabei sein", so Dill. So wie insgesamt 3.291 Brückenläufer, denn so viele Namen standen in der Teilnehmerliste.

(RP)