1. NRW
  2. Städte
  3. Düsseldorf
  4. Lokalsport

Lokalsport: Borussia stürmt locker ins Pokal-Halbfinale

Lokalsport : Borussia stürmt locker ins Pokal-Halbfinale

Die Tischtennis-Profis schlagen Grenzau 3:0 und haben damit das "Final Four" am 15. Januar in Neu-Ulm erreicht.

Borussia will unbedingt den 25. Pokalsieg und damit den 67. Titel der Vereinsgeschichte einfahren. Das wurde spätestens dann glasklar, als Timo Boll (Weltrangliste/WR 11), Kristian Karlsson (WR 28) und Stefan Fegerl (WR 20) im Pokal-Viertelfinale gegen den TTC Grenzau an den Tisch geschickt wurden. Nominell hat Borussias oberster Übungsleiter Danny Heister nichts Besseres im Aufgebot. Grenzau hat lediglich den Ukrainer Lei Kou (WR 32), der - zumindest auf dem Papier - mit dem Leistungsvermögen des Borussia-Trios mithalten kann.

So kam, was kommen musste. Die Düsseldorfer machten mit 3:0 kurzen Prozess. Und das im wahrsten Sinne des geflügelten Wortes. Nach nur 105 Minuten inklusive der 20minütigen Pause nach der zweiten Begegnung, aller Einspiel- und Wechselzeiten war das Viertelfinale beendet. Die Borussia steht beim "Final Four" am 15. Januar 2017 in Neu-Ulm im Halbfinale gegen den Zweitligisten aus Hilpoltstein. "Das 3:0 ist super. Alle haben es gut gemacht", urteilte Heister knapp und tiefenentspannt.

  • Lokalsport : Borussia bringt den Pokal heim
  • Lokalsport : Karlsson & Karlsson im Doppel
  • Lokalsport : Borussia ist Champions League-Sieger
  • Lokalsport : Borussia hat eine Hand an europäischer Krone
  • Lokalsport : Borussia hat das Triple vor Augen
  • Lokalsport : Borussia gewinnt die großen Spiele

Schon die Ausgangssituation vor dem Pokal-Viertelfinale hatte auf einen klaren Erfolg hingedeutet. Die Düsseldorfer sind vor kurzem mit nur einer Niederlage Herbstmeister der Tischtennis-Bundesliga geworden. Ligakonkurrent Grenzau ziert dagegen mit nur einem Sieg die Tabelle von unten. Und auch der Blick auf die Kaderlisten wies Borussia als eindeutigen Favoriten aus. Die drei vom Herbstmeister stehen alle unter den Top 30, bei Grenzau ist selbst der Beste jenseits dieser Linie platziert. Und Lei Kous Teamkameraden Alberto Mino Puga (WR 207) und Liang Qiu (WR 319) können die Borussen in der Weltrangliste bestenfalls mit dem Fernglas erkennen. Aus disziplinarischen Gründen verzichtete Grenzaus Coach Dirk Wagner auf den Einsatz von Kohei Sambe (WR 127).

So war Qiu im Auftaktspiel gegen Boll hoffnungslos überfordert. Nur gelegentlich ließ Boll den Beweis zu, dass der 21-jährige Grenzauer durchaus über spielerische Qualiäten verfügt. Nach nur 16 Minuten inklusive aller Seitenwechsel hatte der Borusse seine Pflichtaufgabe erledigt.

Die Begegnung zwischen Karlsson und Lei Kou wurde zwar von Hallensprecher Marcel Piwolinski als Match auf Augenhöhe angekündigt, aber da war eher der Wunsch nach Spannung der Vater des Gedankens. Karlsson hatte die Partie jederzeit im Griff und legte, wenn nötig, einen kleinen Zwischenspurt ein. "Im dritten Satz lag Kristian 1:5 hinten. Da kann so ein Satz auch schon mal weg gehen", meinte Heister. Doch Karlsson beruhigte ihn mit Taten.

Den Schlusspunkt in einer völlig einseitigen Partie setzte Fegerl. Der Österreicher machte sich gegen Mino Puga zwar das Leben selbst schwer, indem er in zweiten Satz die Konzentration verlor. "Mino ist auch ein guter Spieler, und Stefan war nicht so gut drauf. Wichtig ist, dass er gewonnen hat", sagte Heister. Am deutlichen Sieg konnte auch der einzige Borussia-Satzverlust nichts ändern. Man hat schon spannendere Spiele im Arag-Center-Court geboten bekommen.

(RP)