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Tischtennis: Borussia neuer Spitzenreiter

Tischtennis : Borussia neuer Spitzenreiter

Auch ohne den erkälteten Trainer Dirk Wagner gewannen die Düsseldorfer in der Tischtennis-Bundesliga beim bisherigen Tabellenführer TTC Frickenhausen souverän mit 6:1. Im Pokal-Halbfinale geht es am 8. Dezember gegen den TTV Gönnern.

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p class="text">Gut, dass es "nur" Dirk Wagner erwischt hat. Der Trainer der Düsseldorfer Borussia konnte wegen einer dicken Erkältung die Reise seines Teams zum Spitzenspiel in der Deutschen Tischtennis Liga (DTTL) beim TTC Frickenhausen nicht mit machen. "Ich hätte die Jungs nur reihum angesteckt. Das wollten wir verhindern", so Wagner. So blieb dem Coach nichts anderes übrig, als zu Hause die Daumen zu drücken. Ob das der entscheidende Faktor für den deutlichen 6:1-Erfolg in der Stuttgarter Porsche Arena war, ist fraglich. Jedenfalls verdrängte die Borussia mit diesem Sieg Frickenhausen zum Abschluss der DTTL-Hinrunde von der Tabellenspitze und sicherte sich die "Herbstmeisterschaft".

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p class="text">"Wir sind zurzeit sehr stark. In der Verfassung können wir uns nur selber schlagen", jubelte Borussen-Manager Andreas Preuß. Nach den fünf Siegen in den letzten fünf Spielen, darunter der 3:1-Erfolg im Pokal-Viertelfinale über den amtierenden Deutschen Meister Frickenhausen, kamen die Borussen mit breiter Brust im Schwäbischen an. Einzig "Shooting Star" Dimitrij Ovtcharov bereitete den Verantwortlichen ein paar Kopfschmerzen. Der 19-Jährige hatte zuletzt unerwartete Niederlagen einstecken müssen. Doch in Stuttgart spielte er sich aus der Krise. Es begann mit dem Doppel. Ovtcharov spielte an der Seite des 36-jährigen Petr Korbel. Die "Vater-Sohn-Kombination" ließ nichts anbrennen. Als hätte die Formschwäche nicht auch an seinem Selbstbewusstsein genagt, ergänzte der Youngster den Routinier perfekt und landete einen lockeren 3:0-Erfolg über Ma Wenge und Patrick Baum.

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p class="text">Da liebäugelte man im Düsseldorfer Lager schon mit der 2:0-Führung nach den Auftaktdoppeln. Doch die amtierende Europameister-Paarung Timo Boll/Christian Süß schwächelte. Nach dem 2:3 mussten die Borussen Bastian Steger und Bojan Tokic zum Sieg gratulieren. Chancen auf den Erfolg hatten sich Boll/Süß beispielsweise im zweiten Satz nach einer 9:5-Führung aus der Hand nehmen lassen. Aber die Niederlage der Doppel-Europameister war nicht mehr als ein kleiner Betriebsunfall, denn die Borussen zündeten in den Einzeln den Turbo. Borussias Nummer zwei deklassierte Frickenhausens Spitzenspieler Ma Wenge. Boll revanchierte sich gegen den Ex-Düsseldorfer Steger für die 2:3-Niederlage aus dem Pokalspiel.

Korbel brachte dem bis dahin in der Meisterschaft ungeschlagenen Tokic die erste Niederlage bei, und Ovtcharov überwand seine Krise endgültig durch seinen Sieg über Baum. Bereits zur Pause führte die Borussia mit 5:1, hatte schon mindestens das Unentschieden in der Tasche. Boll machte mit seinem 3:2-Sieg über Ma den Borussen-Erfolg beim ehemaligen Tabellenführer klar. Süß' Sieg über Steger stand zwar vorher fest, kommt aber nicht in die Wertung. In Stuttgart wurde das Pokalhalbfinale ausgelost. Borussia trifft am 8. Dezember in Hamm auf den TTV Gönnern.