Tischtennis-Bundesliga: Borussia ist in Jülich haushoch favorisiert

Tischtennis-Bundesliga : Borussia ist in Jülich haushoch favorisiert

Tischtennis-Rekordmeister Borussia Düsseldorf reist in Bestbesetzung zum Tabellenschlusslicht TTC Jülich.

Gegen den TTC Jülich (Sonntag 15 Uhr, Nordhalle) soll Borussias Tischtennis-Profi Sharat Kamal Achanta (Weltrangliste 30) spielen. Das wäre dann der sechste Einsatz des Inders in der laufenden Bundesliga-Saison – und damit wäre der 36-Jährige auch in den möglichen Play-offs spielberechtigt. Denn in den Regularien der Bundesliga steht, dass Akteure, die nicht in mindestens sechs Hauptrundenpartien eingesetzt wurden, auch dann nicht spiele dürfen, wenn es um die wirklich entscheidenden Partien um die Meisterschaft geht.

Auch Timo Boll (WR 5) soll beim bisher sieglosen Schlusslicht an den Tisch gehen. Der Rekord-Europameister bat offenbar selbst darum, spielen zu dürfen. „Er braucht etwas Spielpraxis, denn wir starten jetzt in den wichtigen Teil der Saison, gehen am nächsten Donnerstag ins Champions-League-Viertelfinale. Und wenn Timo spielen möchte, sagen wir natürlich nicht nein“, erklärt Borussias Cheftrainer Danny Heister.

Ebenso nehmen Omar Assar (WR 47), Anton Källberg (WR 110) und Kristian Karlsson (WR 24) den Kurztrip in den Kreis Düren mit in Angriff. Wobei die Reise für Karlsson doch nicht so kurz ist, denn der Schwede trifft von den Hungarian Open in Budapest kommend frühestens am Nachmittag in Düsseldorf ein. Källberg, Assar und Achanta waren auch in Budapest, konnten sich aber nicht für die erste Hauptrunde qualifizieren und sind bereits seit Freitag schon wieder in der Landeshauptstadt.

Beim Blick auf die Tabelle – die Borussen sind Zweiter – wird klar: Alles andere als ein deutlicher Erfolg der Heister-Schützlinge beim abgeschlagenen Schlusslicht in Jülich wäre eine Überraschung. „Auch wenn wir Tabellenletzter und noch ohne jeden Punkt sind: Düsseldorf wird dieses Spiel sicher nicht auf die leichte Schulter nehmen“, ist sich TTC-Trainer Miro Broda im Vorfeld des Westderbys sicher. „Natürlich wird es sehr schwer, Düsseldorf Paroli zu bieten, aber wer hätte gedacht, dass Grenzau gegen Düsseldorf gewinnen kann?“ Stimmt, aber in Grenzau musste aufgrund vieler verletzungsbedingter Ausfälle auch Borussia-Coach Heister selbst nochmal als Spieler ran.

Diesmal kann der Niederländer hingegen aus dem Vollen schöpfen. Deshalb dürfte es wenig zu holen geben für die Jülicher Robin Devos (WR 100), Martin Allegro (WR 108) und Dennis Klein (WR 334).