Borussia hat Respekt vor dem SV Werder

Tischtennis-Bundesliga : Borussia erfüllt Pflichtaufgabe knapp

Nach dem 3:2-Sieg beim TTC Grenzau fahren Düsseldorfs Tischtennisprofis am Sonntag mit viel Respekt zum Pokal-Viertelfinale nach Bremen. Es war knapp im Westerwald.

Borussias Tischtennisprofi Kristian Karlsson war nicht fit genug, um in der Bundesligapartie beim TTC Grenzau mitzuspielen. Der bis vor kurzem verletzte Fuß wurde geschont. So trat der Rekordmeister in Höhr-Grenzhausen ohne seinen nominellen Spitzenspieler und die Nummer zwei an, denn auch Timo Boll fehlte. Dennoch gewannen die Borussen mit 3:2. Allerdings verspielten Anton Källberg und Ricardo Walther die Chancen, den Sieg vor dem Abschlussdoppel einzutüten. Källberg patzte gegen Kanak Jha, Walther ließ sich von Anders Lind die Butter vom Brot nehmen. Gut, dass das Doppel Assar/Källberg funktionierte und so den dritten Borussia-Sieg in der vierten TTBL-Partie einfuhr.

In der Saison 2018/19 blieb die Borussia ohne einen einzigen Titel und damit deutlich hinter den eigenen Erwartungen zurück. Eine Folge davon war auch das Pflichtspiel im Achtelfinale des deutschen Tischtennis-Pokals. In den vergangenen fünf Jahren hatten die Borussen als Pokalsieger in der Runde der letzten 16 ein Freilos erhalten. Diesmal aber geht es Sonntag um 15 Uhr im Achtelfinale in Bremen gegen den SV Werder.

Die Bremer haben in der Bundesliga mit drei Siegen zum Saisonauftakt ihre Qualitäten unter Beweis gestellt. Dafür und wohl auch für weitere Erfolge haben die Hanseaten ihre Mannschaft vor der Saison gehörig umgekrempelt. Bastian Steger, Gustavo Tsuboi und Florent Lambiet verließen den SV. Mattias Falck, Kirill Gerassimenko und Marcelo Aguirre heuerten an der Weser an. Der Schwede Falck erlangte im Frühjahr Ruhm und Anerkennung durch seinen überraschenden zweiten Platz bei der Einzel-WM in Budapest. Timo Boll nimmt den Vizeweltmeister ernst. „Mattias ist immer gefährlich, auch wenn er in den letzten Wochen in einer kleinen Krise steckte. Aber der Rest des Teams hat gerade in dieser Phase gezeigt, dass auch sie punkten können“, erläutert Boll. „Wir sind auch noch nicht in Topform, daher rechne ich mit einem Krimi.“

Wie auch Manager Andreas Preuß. „Für mich ist das ein offenes Spiel. Werder ist stärker als in der vergangenen Saison“, meint Preuß. „Ich hoffe, dass alle unsere Spieler fit sind und Danny die Qual der Wahl hat.“ Cheftrainer Danny Heister sorgt sich derzeit noch um den Einsatz seiner etatmäßigen Nummer zwei, Kristian Karlsson. Dessen Fußverletzung ist immer noch nicht auskuriert. „Er wird vor dem Spiel nur zwei Trainingseinheiten absolvieren. Ich hoffe, dass er spielen kann“, sagt Heister.

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