Tischtennis Borussia unterliegt erneut Grenzau

Düsseldorf · Der TTC Grenzau behält im Spiel bei Borussia Düsseldorf durch einen Sieg im Doppel mit 3:2 die Oberhand. Die Westerwälder profitieren auch von der verletzungsbedingten Aufgabe von Kay Stumper. Borussia bleibt damit in diesem Jahr ohne Heimsieg.

 Kay Stumper ging verletzt in die Partie und musste aufgeben.

Kay Stumper ging verletzt in die Partie und musste aufgeben.

Foto: dpa/Liu Xu

Borusse Timo Boll verabschiedete sich nach seinem Einzel gegen Maciej Kubik nicht nur von seinen Gegner vom TTC Zugbrücke Grenzau und dessen Trainer, sondern er nahm sich auch die Zeit dem Balljungen und dem Kind an der Anzeigentafel ein „high five“ zu geben. Dabei umspielte ein Lächeln die Lippen des Routiniers, hatte er doch gerade die Borussia mit 2:1 im Tischtennis-Bundesligaspiel in Führung gebracht. Am Ende jedoch war der Sieg von Boll der letzte, den die Borussen gegen die Westerwälder erzielen sollten. Gegen Grenzau setzte es die dritte Meisterschaftsniedrlage der Bundesliga-Saison. „Das ist eine Enttäuschung“, urteilte Borussia-Akteur Anton Källberg. „Wir hatten unsere Chancen, aber die haben wir nicht genutzt.“

Die Borussia war gewarnt, hatte sie doch als damals souveräner Tabellenführer das Hinspiel beim damaligen Tabellenletzten verloren. In Grenzau behielten die Westerwälder durch einen Sieg im entscheidenden Doppel die Oberhand. Und doch gaben die Borussen ihrem Einzel-Europameister und amtierenden deutschen Doppelmeister Dang Qiu frei, um in der Fernsehshow „Klein gegen Groß“ Werbung für den Tischtennissport zu machen. Und weil Kay Stumper angeschlagen war, sein Einzel gegen Yi-Hsin Feng nach dem zweiten Satz aufgeben musste, hatte Borussia-Cheftrainer mit Boll und Källberg nur zwei fitte Spieler im Kader. Das führte dazu, das Heister im Doppel mit Boll selber an den Tisch musste. Gut möglich, dass die Düsseldorfer Paarung das älteste jemals in der Budesliga eingesetzte Doppel ist. Boll bringt es inzwischen auf 41 Lenze, Heister ist 51.

Diesmal kam Grenzau als Tabellenvorletzter zum Spitzenreiter und die Geschichte des Hinspiels sollte sich wiederholen. Zwar schienen die Düsseldorfer durch einen klaren Källberg-Erfolg über den Ex-Borussen Patrick Baum auf Sieg gepolt zu sein, doch bereits im zweiten Match deuteten sich die Probleme an. „Kay Stumper ist angeschlagen er hat ein entzündedets Rückenköpfchen. Am Samstag hat er das Training abgebrochen und ist zum Arzt gegangen“, verriet Borussia-Manager Andreas Preuß.

Dass der 19-Jährige Stumper nicht völlig fit ist, sah man an seiner Vorhand in der Begegnung mit Yi-Hsin Feng. Der Borusse mühte sich, viel Rückhand zu spielen, nach jeder Vorhand machte er einen verkniffenes Gesicht. Nach dem 0:2 kam er nicht mehr zurück an den Tisch. Die Gesundheit geht eben vor.

Damit war klar, Boll und Kälberg müssten für den Sieg sorgen. Boll tat wie von ihm erwartet und behielt gegen Maciej Kubick deutlich die Oberhand. Aber Källberg patzte gegen Feng. „Am Anfang der Partie war ich nicht wirklich da“, übte Källberg Selbstkritk. „Ich kam zwar zurück, habe aber trotzdem ein paar Chancen liegen lassen.“

Das Senioren-Doppel versuchte zwar alles, aber die Spritzigkeit und die Schlagsicherheit waren eher auf Seiten von Samual Walker und Baum zu finden. Die Borussen bleiben Tabellenführer, Grenzau bleibt Elfter.