Borussia Düsseldorf: Tischtennis-Profi Kristian Karlsson gegen seinen Kumpel

Tischtennis-Bundesliga : Borussias Kristian Karlsson gegen seinen besten Kumpel

Zwei Tage nach dem Pokalerfolg gegen Fulda müssen die Tischtennis-Profis erneut ran. Am Dienstag um 19 Uhr kommt Werder Bremen zum Bundesligaspiel – mit dem Doppelpartner und früheren Namensvetter Kristian Karlssons.

So ist das manchmal im Sport: Für wenige Stunden werden aus den besten Freunden Gegner. Wenn es am Dienstag um 19 Uhr am Staufenplatz in der Tischtennis-Bundesliga gegen den SV Werder Bremen geht, muss Borussias schwedischer Profi Kristian Karlsson damit rechnen, dass er auf seinen Landsmann Mattias Falck trifft. Und das wäre ein Duell zweier bester Kumpel, ja sogar bester Freunde und ehemaliger Namensvettern.

Einst hieß Falck nämlich auch Karlsson, obwohl er mit Kristian weder verwandt noch verschwägert ist. Als Schwedens Doppel Nummer eins machten sich Karlsson/Karlsson einen Namen im internationalen Spielgeschehen. In vielen internationalen Turnieren und Länderspielen standen die „doppelten Karlssons“ gemeinsam am Tisch und holten zahlreiche Erfolge, so die Vize-Europameisterschaft 2012 und 2016. Die beiden waren so etwas wie der perfekte skandinavische Doppelpack.

Kein Wunder, dass Düsseldorfs Karlsson auch Trauzeuge seines Doppelpartners war. Damit war der 27-Jährige Augenzeuge, als aus Mattias Karlsson Mattias Falck wurde, denn der Neu-Bremer nahm den Nachnamen seine Frau an. Für die Erfolgsgeschichte des schwedischen Paradedoppels war das egal, denn auch in diesem Jahr sicherten sich Karlsson/Falck die Vize-Europameisterschaft.

Falck macht aber auch als Einzelspieler eine richtig gute Figur. Als erster Schwede seit 1997 erreichte der 1,90-Meter-Mann das WM-Finale und beendete die globalen Titelkämpfe als Vizeweltmeister. „Seine Rückhand ist sehr dominant, eine der besten der Welt“, urteilt Bundestrainer und Ex-Borusse Jörg Roßkopf. In 124 Matches standen Karlsson und Falck bei internationalen Turnieren gemeinsam am Tisch. Da kennt man sich in- und auswendig. So wird Karlsson auch seinem Mannschaftskameraden Timo Boll einige Tipps geben, denn das jüngste Aufeinandertreffen der beiden Top-Ten-Spieler endete alles andere als zufriedenstellend für Boll. Regelrecht „hingerichtet“ worden sei er, musste der Düsseldorfer nach seinem Match gegen Falck einräumen. Der Schwede hatte sich am 22. September im Pokal-Achtelfinale als unbezwingbare Hürde erwiesen und Borussias Spitzenspieler mit 11:5, 11:9 und 11:7 im Schnelldurchgang bezwungen. Dass Boll dennoch lächeln konnte, war dem 3:2-Gesamtsieg und dem damit verbundenen Einzug ins Viertelfinale zu verdanken.

Jetzt kommt es in der Liga zum Duell mit den Hanseaten, die mit 8:4 Punkten auf Platz sechs der TTBL-Tabelle rangieren. Die Borussen haben sich mittlerweile 10:2 Zähler erspielt und sind Zweite. „Bremen ist für uns ein unangenehmer Gegner“, sagt Cheftrainer Danny Heister. Weil sich die Borussen weiterhin in der Spitzengruppe festkrallen wollen, schickt Heister alles an die Platte, was er hat. „Ich gehe davon aus, dass ich fünf gesunde Spieler zur Verfügung habe“, berichtet er; neben Karlsson und Boll sind das Ricardo Walther, Omar Assar und Anton Källberg.

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