Borussia Düsseldorf gewinnt das Spitzenspiel bei Werder Bremen

Tischtennis : Borussia gewinnt das Spitzenspiel

Der Tischtennis-Bundesligist gewinnt auch ohne Timo Boll und Kristian Karlsson bei Werder Bremen.

Da wird sich Omar Assar richtig ärgern. Der Borusse machte in der Partie der Tischtennis Bundesliga (TTBL) seines Teams beim SV Werder Bremen TT gegen den amtierenden Einzel-Vizeweltmeister Mattias Falck (Weltrangliste 8) insgesamt 50 Punkte, Falck indes nur 49. Und doch unterlag der punktbessere Akteur mit 2:3 Sätzen. Am Ende war das Malheur kein Beinbruch, denn die Düsseldorfer siegten an der Weser mit 3:1. „Das war harte Arbeit. Die unglückliche Niederlage von Assar hat uns einen kleinen Schub gegeben“, konstatiert Borussia-Chefcoach Danny Heister. „Mein Kompliment geht ans Team, das ohne Timo Boll und Kristian Karlsson in Bremen gewonnen hat. Das ist nicht selbstverständlich.“ Der deutsche Rekordmeister verschaffte sich mit dem Sieg ein wenig Luft im Kampf um die Playoff-Plätze. 

Weil die Partie in Bolls (WR 10) Saisonplanung nicht vorgesehen war und Kristian Karlsson (WR 25) seit vier Tagen von einer Virusinfektion außer Gefecht gesetzt ist, stellte sich das Borussia Team von ganz alleine auf. „Kristian wollte eigentlich noch am Sonntagvormittag nachkommen, aber es ging nicht“, so Heister.

Der „Trainerfuchs“ bewies bei der Positionierung seiner Spieler mal wieder ein glückliches Händchen. „Mit der Aufstellung hat es so geklappt, wie ich es mir erhofft hatte“, bestätigt der Trainer. Auf Position eins schickte Heister seinen Jüngsten an die Platte. Der 22-jährige Anton Källberg (WR 75) agierte aber so abgezockt, dass er mit seinen Erfolgen über Kirill Gerassimenko (WR 56) und Falck zum „Mann des Tages“ und Matchwinner avancierte. „Gerassimenko hat in dieser Saison schon einige gute Spieler geschlagen und ist ein unangenehmer Gegner“, meinte Heister. „Und gegen Mattias war Anton einfach gut. Er ist auf einem wirklich guten Weg.“

Den dritten Punkt steuerte ein erneut überzeugender Ricardo Walther (WR 78) über Hunor Szocs (WR 118) bei. Der an Position drei aufgestellte deutsche Nationalspieler behielt gegen die kraftvollen Attacken des Rumänen die Übersicht und sorgte mit dem recht ungefährdeten Erfolg für Borussias 2:1-Führung. „Das Spielsystem liegt Ric“, kommentierte Borussia-Manager Andreas Preuß. „Dennoch ist es nicht selbstverständlich, dass er dieses Spiel auch gewinnt. Er hat ein gutes Händchen und hält sich konsequent an seine Taktik.“

Da passt einzig die Assar-Niederlage nicht ins Bild. dem Ägypter, der derzeit die Position 29 der Weltrangliste einnimmt, gelang ein perfekter Start, bei dem er sich nahezu mühelos eine 2:0-Satzführung erspielte. Doch der Schwede wurde vor allem im Verlauf des dritten Durchgangs immer sicherer, stellte seinen Aufschlag um und schaffte es, einfache Fehler zu vermeiden. Er gewann die folgenden drei Sätze allesamt knapp mit zwei Punkten Unterschied. „Das war wirklich sehr schade“, so Preuß. „Wenn man sich den Spielverlauf ansieht, darf Omar die Begegnung eigentlich nicht verlieren. Am Ende entscheiden Kleinigkeiten und sicher auch ein wenig die Nerven.“