Borussia Düsseldorf: Familientag für die Karlssons in der Tischtennis-Bundesliga

Tischtennis-Bundesliga : Familientag für die Karlssons

Kristian Karlsson spielt Tischtennis für Borussia, seine Schwester Frida ist mit Patrick Franziska liiert. Der trifft am Sonntag in Ahlen mit Saarbrücken auf die Düsseldorfer.

Das Live-Erlebnis mit der damit verbundenen emotionalen Achterbahnfahrt wird sich Frida Karlsson wohl ersparen. Die Schwester von Borussia-Profi Kristian Karlsson steht nicht auf der Gästeliste für das Spiel der Düsseldorfer in der Tischtennis-Bundesliga gegen den 1. FC Saarbrücken TT (Sonntag, 15 Uhr, in Ahlen). Verständlich. Wüsste sie doch auch gar nicht so genau, welchem Team sie die Daumen drücken sollte. Zur Borussia hat sie enge verwandschaftliche Beziehungen, mit Saarbrückens Spitzenspieler Patrick Franziska ist sie liiert. Seit einigen Jahren feiern alle zusammen Weihnachten. Zu wem soll man da halten?

Auch für andere Borussen und Saarländer ist es eine emotional anregende Partie, geht es doch um nicht weniger als die Tabellenführung. Die Düsseldorfer sind dem Spitzenreiter aus Saarbrücken als hartnäckigster Verfolger auf den Fersen. Für Manager Andreas Preuß ist die Begegnung vor allem eine Standortbestimmung: „Wir brauchen jeden Punkt, vor allem gegen die Topteams, um unseren Platz unter den ersten vier Mannschaften zu festigen.“

Ob aber jetzt Karlsson oder Timo Boll gegen Franziska spielen, steht in den Sternen. Das ist von der jeweiligen Aufstellung abhängig, die die Coaches Danny Heister (Borussia) und Slobodan Grujic an den Tisch bringen werden. Heister stehen Boll, Karlsson, Omar Assar, Anton Källberg und Ricardo Walther zur Verfügung. Grujic kann auf den ehemaligen chinesichen Nationalspieler Shang Kun, Franziska, Darko Jorgic, Cristian Pletea und Tomas Polansky zurückgreifen. „Matches gegen meinen Nationalmannschaftskollegen und Freund Patrick haben immer ihren Reiz“, sagt Boll. „Aber auch auf Shang Kun freue ich mich. Ich kenne ihn aus der chinesischen Liga.“

Karlsson jedenfalls hat eine besondere Motivation. Die jüngsten Matches gegen seinen Fast-Schwager Franziska hat er verloren. Klar, dass Karlsson Revanche nehmen will. „Es ist immer besonders, gegen Franz zu spielen. Wenn wir am Tisch stehen, will jeder gewinnen“, versichert Karlsson und fügt augenzwinkernd an: „Sollte ich gewinnen, darf Franz gerne wieder mit uns Weihnachten feiern. Sollte er gewinnen, sage ich meinen Eltern, dass er nichts geschenkt bekommt und er sehen kann, mit wem er das Fest verbringt.“ Raue Sitten in Schweden.