Borussia Düsseldorf: Dreimal Gold für Rollstuhl-Tischtennisspieler

Borussia-Trio überzeugt bei den Polish Open : Dreimal Gold für Rollstuhl-Tischtennisspieler

Bei den Polish Open räumt Borussias Trio Sandra Mikolaschek, Tom Schmidberger und Valentin Baus kräftig ab. Mikolaschek beeidruckt dabei durch ihre steil ansteigende Lernkurve.

Die Rollstuhl-Tischtennisspieler der Borussia haben bei den Para Polish Open in Wladyslawowo mit ihrer Leistungsstärke beeindruckt. Gold erspielte sich Sandra Mikolaschek in der Wettkampfklasse 4 (mittlere Querschnittlähmung), Tom Schmidberger sicherte sich in der WK 3 (höhere Querschnittlähmung) gleich zweimal Gold. Im Einzel- und Teamwettbewerb war der Düsseldorfer ganz oben. Mit zweimal Silber in der WK 5 (niedrige Querschnittlähmung) kehrte Valentin Baus aus Wladyslawowo zurück. Damit trugen die Düsseldorfer entscheidend zum überragenden Abschneiden des bundesdeutschen Para-TT-Teams bei. Acht deutsche Starter holen acht Einzel- und drei Teammedaillen.

„Ich kann mich nicht erinnern, dass wir bei einem so stark besetzten Turnier jemals eine solche Ausbeute hatten“, sagte Bundestrainer Volker Ziegler. Mikolascheks Lernkurve war dabei phänomenal. In der Vorrunde zog sie im Spiel um den Gruppensieg noch knapp den Kürzeren gegen die Serbin Nada Matic, wodurch die Borussin im Halbfinale direkt auf die amtierende Paralympicssiegerin und Weltranglisten-Erste Borislava Peric-Rankovic aus Serbien traf. Unbeeindruckt spielte die erst 21-jährige Mikolaschek auf und zog mit einem Sieg im Entscheidungssatz ins Finale ein. Dort traf sie abermals auf Matic und ließ der Nummer sieben der Welt dieses Mal bei einem glatten 3:0-Erfolg keine Chance mehr.

Die Wettkampfklasse 3 der Männer wurde von den deutschen Startern vollkommen dominiert: Schmidberger holte sich im Finale gegen seinen Nationalmannschaftskollegen Thomas Brüchle (Kornwestheim) die Goldmedaille. Auch im Teamwettbewerb hatte keine Mannschaft dem Duo Schmidberger/Brüchle genug entgegenzusetzen. Wie die Matches zuvor gewannen die beiden Deutschen auch das Finale gegen die Franzosen Florian Merrien/Sylvain Noel mit 2:0.

Ebenfalls in starker Verfassung zeigte sich Baus (WK 5). Der Borusse gewann beide Gruppenspiele klar und besiegte auch den in der Weltrangliste eine Position hinter ihm notierten Serben Mitar Palikuca im Halbfinale klar. Im Finale traf Brüchle, Weltmeister des Jahees 2014, schließlich auf den amtierenden Weltmeister, Ali Öztürk. Es entwickelte sich ein hochklassiges Endspiel auf Augenhöhe, in dem Baus schließlich im Entscheidungsdurchgang mit 9:11 unterlag und somit Silber gewann.

Im Teamwettbewerb trat Baus zusammen mit Jan Gürtler vom TSV Marienfelde an, und auch hier konnte das deutsche Duo überzeugen. Wieder unterlagen sie erst im Finale den Türken Özturk/Turan 1:2.