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Lokalsport: Borussia bezwingt Fulda souverän

Lokalsport : Borussia bezwingt Fulda souverän

Der Tischtennis-Bundesligist ist nach dem 3:0-Erfolg zudem Herbstmeister.

Die Hälfte der Hauptrunde in der Tischtennis-Bundesliga (TTBL) ist vorüber, und der deutsche Rekordmeister Borussia ist mit nur einer Niederlage nach neun Meisterschaftsspielen wenig überraschend Herbstmeister. "Das ist ein deutlich besserer Start in die Saison als im letzten Jahr. Da hatten wir schon fünf Niederlagen auf dem Konto", sagte Cheftrainer Danny Heister rückblickend. Die einzigen Minuspunkte in der sonst makelosen Borussia-Halbzeitbilanz rühren vom ersten Spieltag her, als es ein 1:3 in Ochsenhausen gab.

Inzwischen sind die Düsseldorfer aber so stark, dass sie sogar den bisherigen Tabellenzweiten, TTC Rhönsprudel Fulda-Maberzell, in dessen Halle im "Herbstmeisterschaftsendspiel" mit 3:0 bezwang. "3:0 in Fulda zu gewinnen ist einfach super. Ob wir nun in einer Partie einen Matchball gegen uns hatten oder nicht, ist egal. Das war eine Klasseleistung", lobte Heister.

Den Matchball hatte Borussias Jüngster, Anton Källberg, in der Auftaktpartie gegen den routinierten Wang Xi abzuwehren. Der 19-jährige Düsseldorfer lag mit 0:2-Sätzen und 9:10 Punkten zurück, drehte die Partie aber noch komplett. "Anton ist sehr nervenstark. Er war gut vorbereitet und hat es schließlich sehr gut gemacht", meinte sein Coach.

Noch besser machte es Timo Boll. Der 35-jährige Linkshänder beeindruckte einmal mehr durch seine scheinbar chirurgische Spielweise. Diesmal zerlegte er mit höchster Präzision den amtierenden Doppel-Europameister Jonathan Groth. Boll stellte mit manchmal nur wenigen Veränderungen im Handgelenk den Maberzeller vor zu viele unlösbare Aufgaben. "Timo ist weiter gut drauf und gewinnt souverän gegen einen heute etwas schwächeren Groth", kommentierte Heister knapp. Er hatte von seiner Nummer eins auch nichts anderes erwartet.

Das Spiel des Tages lieferte allerdings Borussias Nummer drei, Kristian Karlsson, gegen Defensivkünstler Ruwen Filus ab. Viele begeisternde Ballwechsel rissen die Zuschauer immer wieder von den Sitzen. Am Ende aber jubelte nur Karlsson.

"Das war insgesamt ein verdienter, vielleicht etwas zu hoher Sieg. Aber wenn man zwei Schlüsselmomente für sich entscheidet, kann man in Fulda nicht verlieren", meinte Manager Andreas Preuß mit Blick auf Källbergs abgewehrten Matchball und Karlsson, der im dritten Satz einen 6:10-Rückstand noch drehte. Sein Fazit: "Ich glaube, dass wir die Herbstmeisterschaft wirklich verdient haben."

(RP)