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Lokalsport: Boll scheitert erst im Halbfinale

Lokalsport : Boll scheitert erst im Halbfinale

Beim Tischtennis-World Cup ist Vladimir Samsonov eine Nummer zu groß.

So schnell ändern sich Beurteilungen. "Wenn mir einer vor dem Turnier gesagt hätte, dass ich ins Halbfinale komme, hätte ich angenommen und wäre sehr zufrieden gewesen", meinte Tischtennis-Star Timo Boll (Borussia) nach seinem Halbfinal-Aus beim World Cup in Verviers (Belgien) gegen den Ex-Borussen und Ex-Weltranglistenersten Vladimir Samsonov (Weißrussland).

Nach sehr guter Zwischenrunde und Viertelfinale, in denen der Borusse gegen den Olympia-Viertelfinalisten Jian Tianyi (Hongkong) und zweimal Marcos Freitas (Portugal) keinen Satz abgegeben hatte, war Boll über das 0:4 in der Vorschlussrunde enttäuscht. "Nach zwei guten Tagen hat mir Vladi aufgezeigt, wo derzeit meine Schwächen liegen. Ich brauche wohl noch ein paar Wochen, um wieder in Form zu kommen", erklärte Boll, der vor dem World Cup eine Schulterverletzung und eine Grippe auskurieren musste. Im Spiel um Platz drei gegen den Ex-Borussen Dimitrij Ovtcharov machte sich Bolls Formschwankungen erneut bemerkbar. Der Düsseldorfer hatte gegen seinen Nationalmannschaftskameraden nur im zweiten Satz zu seinem Spiel gefunden. Am Ende stand eine frustrierende 1:4-Niederlage und Bolls Erkenntnis, dass er in der Weltrangliste im November hinter Ovtcharov wohl nur noch zweitbester Deutscher sein wird.

Der drittbeste Deutsche im globalen Ranking, Patrick Baum (Borussia), verlor in Verviers seine beiden Zwischenrundenspiele gegen Tang Peng (2:4) aus Hongkong und den Weltranglistenzweiten aus China, Xu Xin, (1:4) und erreichte das Viertelfinale nicht. "Ich habe nicht ganz das abgerufen, was ich spielen kann", konstatierte Baum. Der dritte für den World Cup qualifizierte Borusse, Sharat Kamal Achanta, scheiterte mit einem Sieg und einer Niederlage bereits in der Vorrunde.

(tino)