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Tischtennis: Boll bringt Borussia ins Finale

Tischtennis : Boll bringt Borussia ins Finale

Nach dem 3:1-Sieg über den TTC Zugbrücke Grenzau gibt es in der Deutschen Tischtennis Liga eine Neuauflage des Vorjahres-Endspiels: Der Titelverteidiger aus Düsseldorf trifft am 15./16. Mai auf TTF Ochsenhausen.

Der Vergleich zwischen dem FC Bayern und Borussia drängt sich unweigerlich auf. Die Kicker aus München träumen genauso wie die Tischtennisspieler aus Düsseldorf vom Triple. Und für beide Mannschaften ist dieser Traum durchaus realistisch. Die Bayern haben genauso wie die Borussen in der laufenden Saison bereits einen Titel im Sack.

Den Münchnern ist der Meistertitel nur noch theoretisch zu nehmen, die Zelluloidballkünstler aus NRW sind bereits Pokalsieger. Die Fußballer mit den blau-roten Vereinsfarben stehen in den Endspielen des nationalen Pokals und der Champions League, die Borussia, deren Farben schwarz, weiß und rot sind, stehen ebenfalls in den Champions-League-Endspielen und im Meisterschaftsfinale.

Einen Unterschied gibt es aber: In den noch ausstehenden Finalspielen sind die Düsseldorfer favorisiert. Den Schritt zu Titelverteidigung der deutschen Mannschaftsmeisterschaft machten die Borussen mit dem 3:1-Sieg gegen den TTC Zugbrücke Grenzau. Nach dem 3:1-Erfolg aus dem Hinspiel eine klare Sache. "Ja, wir haben uns locker und souverän rein gespielt", meinte ein entspannter Chefcoach Dirk Wagner. Er und alle Borussen-Fans mussten nur einen Schreck überstehen. Denn gleich im ersten Spiel zwischen Timo Boll und Lucjan Blaszczyk wurde Wagner kurz unruhig, nachdem sich der Pole Durchgang drei sichern konnte und im vierten Satz aus einem 3:7-Rückstand eine 8:7 in Führung machte. Doch Boll spielte dann wieder sein bestes Tischtennis, als es darauf ankam und brachte seine Farben zur Beruhigung aller mit 1:0 in Front. "Timo ist einfach müde. Da war er nicht so konzentriert", analysiert Wagner.

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Trinko Keen hätte bereits alles klar machen können, doch Borussias "Senior", der Holländer ist 38 Jahre alt, nutzte gegen Kenta Matsudaira eine 10:7 Führung nicht, um mit 2:0 Sätzen in Führung zu gehen, sondern verlor mit 1:3. "Trinko spielt teilweise sehr gut, aber zu wechselhaft. Er reagiert zu viel auf den Gegner, bestimmt das Spiel nicht selbst. Er hatte Matsudaira auf der Pfanne", urteilt der Coach.

Doch wer einen Christian Süß in dieser Verfassung an Position drei aufbieten kann, braucht um den Erfolg nicht zu fürchten. Der 24-jährige Düsseldorfer schoss seinen Nationalmannschaftskollegen und zukünftigen Vereinskameraden Patrick Baum quasi aus der Halle. "Patrick kann gegen Christian eigentlich nichts ausrichten. Patti spielt Christian genau in sein Spielsystem. Bei den Bällen über dem Tisch zieht Christian ihm den Zahn", erläutert Wagner. Borussias Triple-Traum lebt weiter.

(RP)