"Bo" beherrscht die Konsole

Bei einem Play-Station-Turnier misst sich RP-Mitarbeiter Georg Amend in einem Eishockeyspiel mit DEG Metro Stars-Neuzugang Simon Danner und zwei Gewinnspiel-Siegern. Sein Erfahrungsbericht.

Dass dieser Abend im Stahlwerk nicht meiner werden würde, hatte ich mir schon vorher gedacht. Zwar bin ich eigentlich ein erfahrener Konsolenspieler, doch ein Play-Station-Turnier mit DEG-Stürmer Simon Danner kommt dann doch etwas zu früh. Der Eishockey-Profi zeigt mir beim Eishockey-Spiel NHL 2010 die Grenzen auf.

Nach dem 0:2 gegen Danner setze ich gegen René Bour, der die Teilnahme an diesem Mini-Turnier bei der RP gewonnen hat, meinen Joker Pascal Valder ein – zu gut ist mir in Erinnerung, wie "Bo" den zweiten Fan, Marc Santen, der von der DEG ausgewählt wurde, mit 0:4 vom Eis gefegt hat. Ich war gegen Simon Danner ähnlich chancenlos – dabei hat er tatsächlich ganz fair versucht, das mir gänzlich unbekannte Spiel zu erklären. Doch die Steuerung funktioniert in meinen Händen so gar nicht. Bis ich herausgefunden habe, wie ich einen halbwegs festen Schuss abgebe, liege ich schon 0:2 hinten – Danners Kommentar zu seinem zweiten Tor, einem Schlagschuss in den Winkel: "Das war mein erstes Tor von so weit weg", hilft mir da auch nicht. Schon eher, dass der 23-Jährige ein wenig Mitleid zeigt, und mir seine Taktik verrät: "Meistens treffe ich nur, wenn ich eine Strafe kassiert habe."

Dann spielt er gerne einen Querpass vor dem Tor. Das habe ich durchschaut, lasse mich formschön von Danners Chicago Blackhawks vermöbeln, gerate in Überzahl und fange die Querpässe ab. "Du Sack", ruft Danner. "Ich sag jetzt nix mehr." Den Rückstand aufholen kann ich aber nicht mehr, mir bleibt nur die Gratulation an den Gegner. Dann darf ich gegen Marc Santen ran und tatsächlich mein erstes Erfolgserlebnis feiern: Ich gewinne 3:0! Wie ich die Tore geschossen habe, weiß ich nicht.

Anschließend muss Danner gegen "Bo" ran, dessen Leistungen ihm auch Respekt eingeflößt haben. Danners Taktik: "Dem muss ich wohl den Ellbogen in die Rippen hauen", macht er nicht wahr. Dafür gibt es auf dem Eis eine zünftige virtuelle Prügelei zwischen den beiden, die "Bo" gewinnt – wie auch das Spiel und das Turnier. Mir bleibt die Erkenntnis: Eishockey überlasse ich lieber den Profis – sowohl auf dem Eis als auch an der Play-Station.

(RP)