Rudern : Beste Bedingungen am Rhein

Das Ziel ist erreicht. So lautet die Saison-Zwischenbilanz der Ruderer des RC Germania Düsseldorf. Bei den Germanen ist der Landesleistungsstützpunkt (LLSTP) Rudern angesiedelt, der die Talente aus der Region meisterschaftsreif machen soll.

Zu Beginn der Rudersaison hatten die Germanen gemeinsam mit dem LLSTP ein U23-Projekt ins Leben gerufen mit dem erklärten Ziel, einen großen Teil des deutschen Teams bei der U23-Weltmeisterschaft (24. bis 26. Juli in Racice) zu stellen. 13 Vereine schickten regelmäßig 21 Ruderer zum Training nach Düsseldorf. 15 von ihnen haben inzwischen die WM-Nominierung in der Tasche. "Vier weitere können sich noch durch interne Ausscheidungen in den endgültigen WM-Kader rudern", erklärt der Germania-Vorsitzende Gunnar Hegger.

Motivation durch neues Boot

Bei der WM in der Nähe von Prag ist auch Ur-Germane Robby Gerhardt dabei. Er sitzt in einer Olympischen Bootsklasse, dem Leichtgewichtsvierer. Seit der Deutschen Junioren-Meisterschaft vom vergangenen Wochenende ist an seiner Nominierung nicht mehr zu rütteln. Nach den ersten 1000 Metern im Finale zündete die Gerhardt-Crew den Turbo und legte auf den zweiten 1000 Metern über neun Sekunden zwischen sich und den Rest des Feldes. "Das war deutlich. Wir haben auch das gesamte Training genau auf diesen Tag ausgerichtet. Im Rennen war es nicht nur eine perfekte Ruderleistung, sondern es war auch richtig elegant", urteilt Hegger. Für den letzten Rest Motivation sorgten die Germanen, indem sie Robby Gerhardt, Daniel Wisgott (Essen), Jan Berghöfer (Offenbach) und Simon Lücke (Limburg) eine Woche vor der DM ein neues Boot kauften, dass technisch auf dem modernsten Stand ist. Mit diesem Boot werden die vier auch in Racice starten.

Bei diesen Erfolgen an diesem LLSTP kam der Deutsche Ruderverband nicht mehr umhin, die Düsseldorfer zum Bundesnachwuchsstützpunkt zu erheben. "Das U23-Projekt war schon die Arbeit eines Bundesnachwuchsstützpunktes. Jetzt aber kommen noch weitere Aufgaben auf uns zu. So werden einige Athleten, die bisher am Olympiastützpunkt in Dortmund trainierten, zu uns kommen", sagt Hegger. Für die neuen Aufgaben wurden auch die Rahmenbedingungen verbessert. So steht jetzt die Leistungsdiagnostik des Sportinternats athletica den Ruderern zur Verfügung. "Je nach Bedarf werden wir die U23, U19, U17 Ruderer und auch die Germania Bundesliga-Achter leistungsdiagnostisch betreuen", erläutert athletica-Leistungsdiagnostiker Boris Kemper. Da kann man sich bei Düsseldorfs Ruderern ja getrost neue Ziele setzen.

(RP)