Fußball Bektas Bilgilisoy ist neuer Trainer beim MSV Düsseldorf

Düsseldorf · Für den 47-Jährigen Bektas Bilgilisoy ist es beim Landesligisten MSV Düsseldorf die erste Station im Seniorenfußball. Vorher arbeitete er unteranderem für den Nachwuchs bei Fortuna Düsseldorf und beim KFC Uerdingen.

 Bektas Bilgilisoy bei einem Spiel der A-Jugend des KFC.

Bektas Bilgilisoy bei einem Spiel der A-Jugend des KFC.

Foto: Lammertz, Thomas (lamm)

Die Würfel sind gefallen. Der MSV Düsseldorf hat die Trainersuche am Dienstagabend offiziell für beendet erklärt. Mit Bektas Bilgilisoy hoffen die Verantwortlichen auf Seiten des Fußball-Landesligisten nun den Mann gefunden zu haben, der wieder für Kontinuität auf dem Trainerstuhl an der Heidelberger Straße sorgt. „Er hat eine interessante Vita, hat bereits beweisen, dass er mit jungen Spielern arbeiten kann und uns darüber hinaus in den Gesprächen von seinem Sachverstand überzeugt“, sagt Giuseppe Montalto, der zuletzt als sportlicher Leiter und Interimstrainer in Personalunion für den MSV tätig war, über den neuen Mann. Bei  allen genannten Vorzügen zogen die Elleraner mit Biligilisoy dennoch ein überraschendes Ass aus dem Ärmel. Denn das zuvor definierte Profil deckt der Neue nicht zwingend ab. Für den 47-Jährigen, der einige  Zeit lang im Nachwuchsbereich der Fortuna arbeitete und zuletzt die A-Junioren des KFC Uerdingen trainierte, ist es die erste Trainerstation im Seniorenbereich. Die Landesliga Niederrhein kennt Bilgilisoy demnach nur vom Zusehen. Und auch den Nachweis, mit den erfahrenen Kickern wie Max Nadidai, Lutz Radojewski oder Gökan Lekesiz umgehen zu können, muss der Neue erst noch erbringen. Doch der B-Lizenzinhaber geht die Aufgabe guten Mutes an. „Mein erster Eindruck vom Team ist gut. Das ist ein interessanter Mix von jungen und erfahrenen Spielern. Ich freue mich auf die Herausforderung“, betont Bilgilisoy. Spannend zu sehen sein wird, wie der ehemalige Oberligakicker mit den besonderen Begebenheiten beim MSV umgeht. Dass Spieler wie Max Nadidai bislang auch ohne Training spielten, hat der Coach bereits vernommen. In einem Nachwuchsleistungszentrum wäre so eine Konstellation nicht durchsetzbar. Hält er an diesen Prinzipien fest? Natürlich lässt sich Bilgilisoy diesbezüglich noch nicht in die Karten schauen. „Ich muss die Mannschaft auch erst einmal richtig kennenlernen und mir einen Eindruck verschaffen. Wichtig wird sein, dass wir nach den doch recht vielen Trainerwechseln in jüngerer Zeit Ruhe reinbekommen und uns in einem System einspielen“, erklärt der Linienchef. Schon am Sonntag gibt es erste Aufschlüsse darüber, welche Art Fußball an der Heidelberger Straße künftig gespielt werden soll. Dann feiert Bilgilisoy im Derby gegen die Turu seinen Einstand auf der Trainerbank des MSV. „Das wird direkt ein heißer Tanz“, glaubt der Debütant, dem die bisherigen Assistenten um Co-Trainer Valyo Ismail weiterhin zur Seite stehen werden. Von ihnen fühlt sich Bilgilisoy im Übrigen genauso gut aufgenommen wie vom Vereinsvorstand. „Das Vertrauen, das man mir in den Gesprächen entgegen gebracht hat, möchte ich zurückzahlen.“