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Beachsoccer: Beach Royals hängen in der Luft

Beachsoccer : Beach Royals hängen in der Luft

Die Beach Royals warten auf Signale vom DFB. Die Spieltage in Warnemünde und in Hamburg sind abgesagt, der folgende in München im Juni jedoch noch nicht. „Wir wissen eigentlich nichts“, Romrig, Spielertrainer des Beachsoccer-Erstligisten. „Wir fühlen uns ein bisschen im Stich gelassen.“ Kürzlich habe er den direkten Kontakt zum Verband gesucht, „aber nach dem Telefonat war ich auch nicht schlauer als vorher“.

Wenn alles nach Plan gelaufen wäre, hätten die Beach Royals das vergangene Wochenende in Warnemünde am Ostseestrand verbracht. Ursprünglich war dort das Auftakt-Spieltagsevent der ersten Beachsoccer-Liga geplant. Da im Moment aufgrund der Corona-Pandemie aber so gut wie nichts nach Plan läuft, blieb das Team von Spielertrainer Oliver Romrig in Düsseldorf und trainierte stattdessen am Sonntagmorgen bei bestem Wetter auf dem Platz am Unterbacher See.

Natürlich durften auch die Beach Royals den Betrieb nur unter Einhaltung der Auflagen wieder aufnehmen, Zweikämpfe sind daher auch auf Sand Tabu. „Wir trainieren im Moment vor allem das Passspiel, machen Sprints und Abschlussübungen“, berichtet Coach Romrig. Dass er seine Schützlinge wieder um sich scharen darf, freut den 37-Jährigen. „Allerdings haben wir kein Ziel vor Augen, auf das wir hintrainieren können“, beklagt er.

Das liegt vor allem daran, dass sich der Deutsche Fußball-Bund, unter dessen Dach die Beachsoccer-Liga seit einigen Jahren läuft, aktuell als wenig auskunftsfreudig erweist. Die Spieltage in Warnemünde und in Hamburg sind abgesagt, der folgende in München im Juni jedoch noch nicht. „Wir wissen eigentlich nichts“, sagt Romrig, „und fühlen uns ein bisschen im Stich gelassen.“ Kürzlich habe er den direkten Kontakt zum Verband gesucht, „aber nach dem Telefonat war ich auch nicht schlauer als vorher“.

Die Tendenz geht nach jetzigem Stand zumindest dahin, die Saison mit Verspätung aufzunehmen. „Aber es ist unbefriedigend, dass der DFB in keinen direkten Austausch mit den Teams geht“, bekräftigt der Coach. „Zunächst könnte man ja absprechen, welche Optionen es überhaupt gibt.“ Romrig spekuliert über eine Änderung des Modus, weiß jedoch auch nichts Näheres. „An sich sind unsere Spieltage keine Großevents – mit Ausnahme der Finalrunde in Warnemünde“, sagt er.

Klarheit herrscht hinsichtlich des „Winners Cup“, einem mit der Champions League im Fußball vergleichbaren internationalen Turnier. Als Vizemeister der vergangenen Saison haben sich die Beach Royals dafür qualifiziert und sollten eigentlich Ende des Monats ins portugiesische Nazaré reisen. „Die Flüge und die Unterkunft waren natürlich schon gebucht“, sagt Romrig. Allerdings wurde das Event erwartungsgemäß abgesagt und soll im September nachgeholt werden – wenn es die Gegebenheiten zulassen. Der Kader der Beach Royals ist indes über den Winter etwas geschrumpft. Die beiden Nationalspieler Marcel Nowak und Joscha Metzler haben die Romrig-Truppe verlassen und laufen künftig für den Ibbenbürener BSC auf. „Es hat einfach nicht mehr gepasst“, sagt der Coach. „Natürlich ist es schade, zwei starke Jungs zu verlieren. Aber wir haben immer noch eine gute Mannschaft, da mache ich mir gar keine Sorgen.“

Zugänge gibt es noch nicht zu vermelden, und das könnte vielleicht auch so bleiben. Allerdings möchte Romrig einigen Amateurfußballern den Beachsoccer schmackhaft machen. „Ich gucke mich da im Moment um, und vielleicht bleibt ja jemand hängen“, sagt der 37-Jährige. Ansonsten nutzt der Coach die spielfreie Zeit, um die Anlage am Unterbacher See ein wenig aufzuhübschen, und bereitet den Heimspieltag im August vor. Ob der tatsächlich stattfindet, steht auf einem anderen Blatt.